Abenteuer Pfälzer Wald
 Foto: Holger Schacht
 Fotos: Ina Baader
 Foto: Kerstin Bleischwitz
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Das gibt’s ja gar nicht dachte ich als ich zum Saisonauftakt die Termine für 2009 gelesen habe.
Endlich ein Ritt in der Pfalz, die ich seit einigen Jahren schon regelmäßig für einen Kurzurlaub genieße und immer alle Reiter dort, meist Wanderreiter, heiß beneidete… auch im Gespräch wenn sie von der wunderschönen Landschaft und den guten Wegen berichteten. Diese hatte ich in meinen Kurzurlauben schon erahnt, denn wenn man kein Pferd bis dato mit hatte geht man ja auch gern zu Fuß in schönen Regionen wandern oder hat das Rad dabei.
Nun bot sich in diesem Jahr selbst die Möglichkeit zum Reiten. Und dann auch als Mehrtagesritt, Samstag und Sonntag 120km (80km und 40km, man konnte am Samstag aber auch bei 60km beenden), oder getrennt am Samstag der LDR 80, am Sonntag der KDR.
Auch wenn wir aus Niedersachsen sind, ist mein Salino schon so einige „Bergritte“ gelaufen und so nannten wir die MTR 120. Wenn man schon rund 550km anreist möchte man die auch nutzen ;-)
Und da es nicht unser erster Ritt bei Organisatorin Ina Baader haben wir uns gleich auf eine erfahrene supernette Orga und nettes Flair eingestellt.
Als wir ankamen waren bereits 2 Teams vor Ort und berichteten mit Galgenhumor, dass wir aus verqueren Umständen doch kein Quartier haben. Ehrlich gesagt, mich hat das nicht so beunruhigt. Ina und Toni sind seit Jahren routinierte Veranstalter und es war ja erst 13:00 Uhr.
Und so verinnerlichte ich mir die wunderschöne Anreise durch die vielen Weinanbauten nahe der „Deutschen Weinstrasse“ seitlich der Autobahn, einfach herrlich anzusehen, besonders im September. Der Veranstaltungsort „Pfälzer Wald“ liegt im Bereich des Wasgaus, wie dieser Teil heisst.
Das Wasgau ist der Name einer Mittelgebirgslandschaft in Rheinland-Pfalz. Es bezeichnet den südlichen Teil des Pfälzerwaldes an der Grenze zum französischen Elsass. Die Erhöhungen des Wasgaus unterscheiden sich von denen des restlichen Pfälzerwaldes durch die deutlich abgerundeten Bergkuppen
Ina und Toni fanden eine Weide ca. 2km vom Ursprünglichen Standort entfernt und auch ein Gasthaus das man von der Weide aus zu Fuß in ca. 10min erreichen konnte. Duschmöglichkeiten gab es im nicht weit entfernten Pirmasenser Schwimmbad.
Dieses „Provisorium“ war total ok. Es gab einen klaren Graben aus dem man Wasser schöpfen konnte und Ina und Toni boten auch Kanister an. Die plötzlich überfallene Gaststätte gab sich ganz viel Mühe und mit Humor lies sich auch die etwas längere Wartezeit auf das Essen ertragen.
Das eigentlich schlechter angekündigte Wetter präsentierte sich die ganze Zeit von viel besserer Seite und bot optimales Reitwetter.
Bei den Tierärzten Beate Scharfenberg und Georg Sauer fühlt man sich wie immer in guten Händen. Die Voruntersuchungen liefen reibungslos und alle freuten sich auf den erstenTag.
Die Strecke am 1. Tag führte in die südliche Richtung, ins malerische Elsass. Meine Wegeerwartung wie oben berichtet bewahrheitete sich, abwechslungsreiches schön zu reitendes Geläuf.
Die angebliche „Hilfsmarkierung“ war viel besser als angekündigt! Und in den Farbkarten, die es gab, war die optimale, nicht verbindliche Strecke bereits eingezeichnet.
In der Strecke wurden markierte Wander- und Reitwege mit genutzt. Und so kam man gut voran und konnte auch einfach mal die Augen schweifen lassen um diese Landschaft zu genießen. Es war eine ca. 40km lange Hin- und Rückstrecke, was ich überhaupt nicht schlimm fand. Die 40km im Elsass haben viel Charme gehabt. Über unser fröhliches „Bonjour“ freuten sich auch die Franzosen und grüssten zurück. 11 alte Pferdetränkebrunnen gabs in dem einen Dorf.
Die Stops waren gut zu finden, klasse Wiesen auf denen die Pferde grasen konnten, mit guter Wasserversorgung und auch Tross- und Reiterverpflegung.
Die schnellste Reiterin/Siegerin war mit rund 20km/h unterwegs. Wir bewegten uns um T5 und waren damit im hinteren Mittelfeld.
Nach unserer erfolgreichen Nachuntersuchung des ersten Tages bahnte sich leider schon an, dass wir wegen 3 anschwellender Insektenstiche vermutlich am Sonntag nicht los können. Ich kühlte den ganzen Abend. Aber bei der morgigen Kontrolle gab es die Empfehlung wegen Gefahr auf Bildung von Ödemen besser nicht zu starten.
So verfolgten wir den Start auf die zweite Etappe, die 40km nördlich gehend Richtung Dahner Felsland. Himmel wie ich sie beneidete. Naja ich war da ja auch schon mal wandern ;-)
Mein Fazit, den Ritt muss es unbedingt wieder geben!
Kerstin Bleischwitz