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Schweiz ohne Berge







Warum diese Flache Gegend mit Sandböden und lichten Wäldern in Südniedersachsen den Beinamen „Schweiz“ angehängt bekommen hat, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Vielleicht, weil es liberal und freundlich zugeht: Reiten erlaubt, auf allen Wegen.

Christiane Schlag und Heike Schirmer haben bei ihrer dritten Veranstaltung all die Punkte umgesetzt, die sie sich selber beim Distanzreiten wünschen. Das ist zuerst einmal ein top gepflegtes Ambiente mit gepflegter Paddockwiese und Partyzelt im familiären Garten. Der kleine Stall wurde zur Essensausgabe, daneben wurde ein großer Grill aufgebaut und der Pavillon zur Meldestelle umfunktioniert. Ein Wagen mit „echten“ Toiletten und Waschmöglichkeit war für die meisten Teilnehmer ungewohnter Ritt-Luxus.

33, 52, 65 und 85 km wurden sowohl für Reiter als auch für Fahrer angeboten, die Teilnehmerzahl war auf insgesamt 50 begrenzt und recht schnell ausgebucht. Da etliche Teilnehmer aus der Umgebung kamen, war die Paddockwiese am Vorabend erstaunlich leer.

Dank allerbestem Sonnenschein-Wetter, den guten Bodenverhältnissen und nicht zuletzt vernünftig platzierten Pausen und Wasser-Stops wurde vielfach ein flottes Tempo mit 3 vor dem Komma geritten. Die Tierärztinnen Claudia Zerlik und Astrid Solga zogen aber eine überwiegend positive Bilanz und bescheinigten allen Teilnehmern sorgfältige Betreuung – hier und da Pech kann mal passieren.

Der Ritt durch die Gifhorner Schweiz wird von den Veranstalterinnen nur alle zwei Jahre durchgeführt, soll aber verlässlich auf dem Termin am dritten September-Wochenende bleiben.