Al Ghaliya Distanz
 Foto: A. Döhling
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Wir machten uns am Freitag Nachmittag auf den Weg nach Schneverdingen, da schon am Vortag Anreisepflicht zum Wohle der Pferde war. Ausnahmen gab es bei kurzer Anreise.
Dort wurden wir sehr nett von Svenja Stelse-Heine und ihrem Mann Markus empfangen und uns wurde ein Parkplatz zugewiesen.
Das Platzangebot war nicht gross, deshalb hieß es mit dem vorhandenen Platz gut zu wirtschaften, was die Veranstalter aber gut hinbekommen haben!
Der Lagerplatz befand sich direkt neben einem Quellbad, so dass man dort die WCs sowie Duschen nutzen konnte.
Schnell baute ich ein Paddock und ging zur Meldestelle. Dort bekamen alle Teilnehmer außer der Checkkarte auch eine große farbige Kopie der Rittstrecke, die sogar in Klarsichthüllen steckte, sowie eine original Reitroutenkarte des “Naturpark Lüneburger Heide” und Infomaterial zum Reiten im Naturpark.
Meine Spanierstute Chica Bambina Espanola kam ohne Beanstandungen durch die Voruntersuchung, die Tierärztin Beate Scharfenberg durchführte.
Ich stellte noch schnell ein Zelt neben das Paddock (da die Wiese keine Autozufahrt hatte, war geplant Pferde und Gespanne getrennt stehen zu lassen, nach Rücksprache war es aber möglich bei seinem Pferd zu übernachten).
Abends gab es eine sehr ausführliche Vorbesprechung.
Da der Ritt fast ausschliesslich im Naturschutzgebiet stattfand, durfte dort eigentlich nicht markiert werden. Trotzdem waren an Kreuzungen und auf der Strecke immer wieder Markierungen zu finden. Lange offizielle Reitwege waren nicht markiert, aber anhand der super Karte konnte man die Strecke gut finden.
Nach der Vorbesprechung fanden sich viele am Lagerfeuer zu einem Plausch ein, man traf alte Bekannte und lernte neue Leute kennen.
Verpflegung durch den Veranstalter gab es nicht, jedoch Getränke zum Selbstkostenpreis und die Telefonnummern des örtlichen Pizza+Baguetteservice hingen aus.
Am Samstagmorgen machten sich dann als erstes die Reiter der 63 km Strecke auf den Weg. Die 46 km Reiter folgten ab 9.30 Uhr in 4er-Gruppen.
Ca. 600 Meter vom Lagerplatz entfernt erfolgte der Start. Es ging von dort gleich auf Sandwegen durch wunderschöne Heidelandschaft.
Nach einigen Kilometern ging es über die Bundesstrasse 3, die durch Posten gesichert war, dann durch Wälder, vorbei am Wilseder Berg, an Heidschnuckenherden, Kremserkutschen, dem Heidemuseum bis nach Döhle. Dort war ein Check mit 10 minütiger Pause, sowie vortraben. Danach ging es weiter, wieder über Wald- und Sandwege bis nach Overhaverbeck, wo bei Kilometer 32 bzw. 42 eine 30 minütige Pause anstand.
An allen Posten gab es Wasser für die Pferde, sodass auch trossloses reiten möglich war.
Nach nochmaliger Überquerung der B3 (wieder gesichert durch Posten) sowie durchreiten einer Unterführung erreichten wir das Ziel.
Dort wurde der Puls gemessen und wir führten die Pferde bis zum Lagerplatz, wo dann gleich nochmal der Puls genommen wurde.
Ich hatte lange gezögert diesen Ritt zu nennen, da mein Pony keinen Sandboden kennt und ich dazu noch mit Hufschuhen mit Gamaschen reite und ich Angst hatte, dass der Sand scheuern könnte. Aber dieses war unbegründet. Bambina kam ohne Beanstandungen durch die Nachuntersuchung!
Bei den 46 km gab es 17 Nennungen, 14 Reiter waren am Start und 10 konnten den Ritt in der Wertung beenden. Das Tempo lag zwischen 4,28 und 6,3 min/km.
Bei der Siegerehrung bekam jeder Teilnehmer eine sehr schöne Stallplakette, eine Heidepflanze und ein Paket Leckerlies mit einem Gutschein .
Es war eine sehr liebevoll und gut organisierte Erstveranstaltung in wunderschöner Landschaft!
Alle, Veranstalter, Helfer, Tierärzte und Teilnehmer waren freundlich und super gut gelaunt!
Es war einer der schönsten Ritte den ich in den letzten Jahren miterleben durfte!
Ich hoffe, dass der Ritt auch in den nächsten Jahren wieder stattfindet!
Annette Höpken mit Bambina