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Deutsche Meisterschaften im Distanzfahren 20.08.2009


Kleinster Meisterschaftsanwärter hat gerade einmal ein Stockmaß von 1,15 Meter.

Vom 28. bis zum 30. August 2009 finden in Petershagen die Deutschen Meisterschaften im Distanzfahren vom Verein Deutscher Distanzreiter und -fahrer e.V. statt. Die Meisterschaft wird auf der 100 Kilometer langen Strecke rund um Petershagen im Rahmen des „Peerschiet Runs“ ausgetragen. Neben den Deutschen Meisterschaften finden am Samstag und Sonntag noch verschiedene andere Distanzritte statt. So bietet Veranstalterin Elke Laqua, die mit den Meisterschaften als Veranstalterin eine Premiere feiert, einen Ritt über 100 Kilometer am Samstag und Ritte über 33, 50 und 75 Kilometer am Sonntag an. Gestartet wird am Samstag ab 7.30 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr. Insgesamt sind rund 100 Teilnehmer verschiedenster Pferderassen gemeldet. So ist vom Shetlandpony über Fjordpferde bis hin zu Arabern und Trabern alles vertreten.
Die Teilnehmer führen zwei markierte Strecken von etwa 25 Kilometer Länge, die in verschiedenen Variationen geritten oder gefahren werden, durch die wunderschöne Landschaft Richtung Halle/ Westenfeld und Eldagser Heide. Die Strecke führt durch ebenes Gelände und auf schönen langen Graswegen entlang, die zu einem langen Galopp einladen. So wird die Strecke wahrscheinlich sehr schnell zu reiten und fahren sein und die ersten werden nach drei Pausen zwischen 15 und 16 Uhr erwartet. In den Pausen und in speziellen Kontrollen werden die Pferde – damit der Tierschutz nicht zu kurz kommt – von Tierärzten untersucht, die die Vitalwerte (Puls, Atmung, Darmgeräusche) untersuchen und die Pferde vortraben lassen. Pferde, die dabei nicht fit wirken, werden aus der Wertung genommen. Für sie ist an dieser Stelle der Wettkampf beendet. Diese Pausen und Kontrollen sowie Start und Ziel sind an der “Alten Pottmühle”, dem ehemaligen Grill am Alten Postweg im Industriegebiet Petershagen.
Im letzten Jahr konnte sich Bernd Bootsmann mit der Traberstute „Lady Boszorg“ in Trendelburg mit einem Vorsprung von nur drei Sekunden den Titel sichern. In diesem Jahr wird “Lady Boszorg” wieder von ihrer Besitzerin Christina Böker gefahren, die die Stute letztes Jahr Bernd Bootsmann großzügig zu Verfügung gestellt hatte. Um nur drei Sekunden geschlagen und damit Vizemeister war im letzten Jahr Manfred Wanitschka mit „Itschuna“. Er konnte trotz der Anfeuerungsrufe die drei Sekunden nicht mehr einholen. Er hat es auch in diesem Jahr wieder geschafft sich zu qualifizieren und wird mit um den Meistertitel fahren.
Als Dritter überquerte Oskar Piritz 2008 mit seiner Ghalia die Ziellinie und wurde am Folgetag mit dem Preis für die beste Kondition ausgezeichnet. Auch er ist in diesem Jahr einer von bisher 12 Fahrern, die für die Meisterschaft genannt haben. „Ein ausgezeichnetes Ergebnis!“ freut sich Elke Laqua über das für die Fahrer sehr gute Nennergebnis. „Unser Wunsch war es ja immer ebenso viele Fahrer auf den Meisterschaften zu haben, wie Reiter bei den Meisterschaften der Senioren oder Junioren. Wir nähern uns diesem Ergebnis!“

Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer ist an beiden Tagen bestens gesorgt. Von Kaffee und Kuchen bis hin zu Gegrilltem und Suppe wird jeder Wunsch erfüllt. Am Samstagabend wartet dann ein besonderes Highlight auf Teilnehmer und Zuschauer. Die Siegerehrung ab etwa 19 Uhr – wie auch am Sonntag – bei der die ersten drei Pferde der Meisterschaft mit echten Lorbeerkränzen ausgezeichnet werden, sowie im Anschluss die Feier mit Live-Band. Auf einer überdachten Tanzfläche wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.