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Asil Club Marbach Distanz









Fotos: Jörg Schmittmann


Foto: Miriam Lewin


Unser erster LDR sollte es werden, in schöner Landschaft und in entspannter Atmosphäre – so fiel die Wahl auf die Asil Club Marbach Distanz mit Ina Baader und Toni Baumann als Organisatoren.

Angeboten wurden ein LDR über 84 KM mit der Möglichkeit, bei 56 oder 67 KM in der Wertung zu beenden, ein KDR über 42 KM und ein EFR über 33 KM, außerdem eine Kinder- und Behindertendistanz über eine Streckenlänge von 8 Kilometern.

Da die Strecke von Marbach zum Wendepunkt Laufenmühle und wieder zurück führte, mussten die KDR- und EFR-Reiter an ihrem jeweiligen Zielpunkt abgeholt werden.

Nach 4,5 Stunden Anfahrt durchquerten wir in den Hof der historischen Gestütsanlage des Haupt- und Landgestüts Marbach, vorbei an einer Stutenkoppel zu einer großen Wiese, auf der meine Reitpartnerin Nicole schon einen schönen Paddockplatz ausgesucht hatte, anschließend gab’s den obligatorischen Pfirsichsekt bei Ina mitsamt der schriftlichen Vorbesprechung.
Für den Abend bot Ina eine Fahrt zu einer Vernissage des Künstlers und Hauptsattelmeisters Horst König vom Gestüt Marbach an, aber nach der langen Anfahrt wollten wir nur noch in unser Bett im nahe gelegenen Gestütsgasthof.

Am nächsten Morgen gab es ab 5 Uhr die Möglichkeit, am Kiosk unterhalb des Gestüts im Kerzenlicht zu frühstücken, und eine Stunde später ging es für die 34 Starter des LDR los.
Das Wetter war optimal, Sonne und Wolken im Wechsel und nur hin und wieder ein kleiner Schauer.

Der wirklich gut markierte Weg führte durch schöne Wald- und Wiesenstrecken vorbei an Kalkfelsen, Hügel hinauf und wieder hinab, durch zwei kleine malerische Ortschaften bis zum ersten Stopp in Maisenburg.
Das Tierarzt-Team, bestehend aus Dr. Sandy Freismuth, Dr. Ulrich Schwyn und Georg Sauer hatte sich auf die einzelnen Stopps aufgeteilt, so dass es zu keinerlei Wartezeiten kam.

Weiter ging es durch das große Lautertal, vorbei an Wasserfällen und Blumenwiesen bis zum Wendestopp, dort eine Pulskontrolle und dann wieder die gleiche Strecke zurück; doch durch die abwechslungsreiche Landschaft merkte man kaum, dass man die gleichen Wege ritt.
Für die Strecke war Hufschutz empfohlen, und wenn man die Strecke durchtraben oder -galoppieren wollte, war ein Hufschutz meiner Ansicht nach auch erforderlich; mein Pferd hatte hinten keinen Beschlag, und dementsprechend mussten wir einige Streckenabschnitte im Schritt absolvieren, da teilweise keine Gras-Randstreifen vorhanden waren.

Wir lagen mit unserem Fjord-, Kabardiner- und Haflingerteam nun schon deutlich hinter den anderen Reitern zurück und wurden trotzdem an den beiden nächsten Stopps von den Helfern und Tierärzten, die so geduldig auf uns gewartet hatten, freundlich begrüßt.

Und auf ging es zur letzten Runde…Über schöne Wiesenwege, durch ein Waldstück, und dann…die Markierung „noch 1 Kilometer“! Wir hatten es geschafft!

Um 19 Uhr fand die Siegerehrung vor dem Stutenstall des Gestüts statt, und wie immer wurden zuerst die Helfer und Trosser nach vorne geholt und bekamen ihren verdienten Applaus, bevor die Wertungen der einzelnen Ritte vorgelesen wurden.

Auf den 84 Kilometern siegten mit einer Reitzeit von 301 Minuten Horst König mit Nahdmi, Sarah Fuchs mit Nastaran, die auch den Konditionspreis gewann, und Janet Gauss mit Partuh.

Auf den 42 Kilometern waren von 21 Startern 16 in der Wertung. Es siegten mit einer Reitzeit von 127 Minuten Claudia Luik mit Supremes Midnight Rose und Ilka Wegrich mit Mahaah; Dritte wurde Dr. Barbara Müller mit Stephlex in einer Zeit von 142 Minuten.

Beim EFR kamen alle 19 Starter in die Wertung, ebenso wie bei der Kinder- und Behindertendistanz, bei der nicht nur alle 17 Starter in der Wertung waren, sondern darüber hinaus auch alle die LK 1 erreichten.
Die Teilnehmer der Kinder- und Behindertendistanz bekamen deshalb auch alle einen Pokal, und einer der Teilnehmer weinte sogar vor Freude über diese Auszeichnung. Und ich glaube, nicht nur ich war dabei tief gerührt.

Diese herzliche Atmosphäre, in der man sich willkommen fühlt, auch wenn man keine Bestzeiten reitet, ist meiner Ansicht nach einer der Gründe für die Beliebtheit der von Ina und Toni organisierten Ritte.

Abends saßen wir in netter Runde mit anderen Reitern beim Abendessen im Gestütsgasthof und ließen den Ritt Revue passieren, am nächsten Morgen ging es dann für uns zurück nach Mittelhessen.

Für uns war das einer der schönsten Ritte bisher, und wenn nichts dazwischen kommt sind wir trotz der langen Anfahrt auch nächstes Jahr wieder mit dabei.

Alexandra Gieser-Schmittmann