K(N)ieselstein, die 6.
 Fotos: Christine Scheibner
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Vorab: Der Spitzname ist „geklaut“ (Danke an Stefanie Neufeind), aber durchaus zutreffend.
4 aus 6 Veranstaltungen an 3 verschiedenen Orten (Kremmin, Dadow und Bresegard) habe ich besucht, und jede !!! hatte irgendwann mal Regen, zwar in unterschiedlicher Qualität, aber es war nass von oben….
Neues Heim – neues Glück! Das DistanzReitZentrum, kurz DRZ, ist im Oktober 2008 in eigene vier Wände gezogen und lud nun Ende Juli zur sechsten Auflage Kieselstein ein. Im Angebot waren Mehrtagesprüfungen mit 2×90, 2×60 km, alles andere „einfach“: 160 km, 120 km, 90 km, 60 km, 30km, 7 km Kinderdistanz und alle Strecken auch zum Fahren geeignet.
Logistik: Es gab für alle Platz auf dem Paddockgelände, Heu und Wasserwagen standen zur Verfügung, auch zwei Dixis waren erlaufbar, auf dem Hof direkt durfte man die sanitären Anlagen im Haus benutzen. Essbares gab es gut und reichlich, wer gehungert hat, ist selbst schuld.
Strecke: Traumhaftes Gelände! Sehr abwechslungsreich, mal auf federnden Waldwegen, dann auch quer durch Felder und einige kleine Ortschaften. Nur mit rauf und runter kann die Landschaft rund um Redefin nicht aufwarten. Die Markierung war mit Forst-Kreidesprühfarbe am Boden gemacht, die leider durch den starken Regen am Donnerstag vor der eigentlichen Veranstaltung sehr gelitten hat. Am Freitag wurde noch während des MTR fleißig nachmarkiert. Mir persönlich gefällt eine Markierung an den Bäumen besser, da sie eher zu sehen ist. Aber die Genehmigungen haben wohl nichts anderes erlaubt…
In den Pausen stand reichlich Wasser zur Verfügung, Ersatzdecken aus dem DRZ und Obst für den Reiter waren zu haben. Und auch eine (leider) benötigte Rückführung wurde mit dem Silberpfeil (LKW) sichergestellt für trosslose Reiter. Da es ja so reichlich feucht von oben war, erübrigte sich das Aufstellen von Wasserbottichen an der Strecke, besonders die „Badewanne“ in Picher lud zum Verweilen ein.
Persönliches: Dies war mein erster MTR mit meinem „Baby“, den ich ab sofort so nicht mehr nennen darf! Er hat sich super über die 2 Tage gehalten, und ganz viel gelernt: Pferd sollte saufen, wenn einem ein Eimer untergehalten wird! Das hat am 2. Tag schon viel besser geklappt! Mein Mann wächst langsam in die Aufgaben eines Super-Trosses hinein. Leider hab ich auch Verlust zu beklagen: mein Outdoorhandy liegt irgendwo zwischen Bresegard und Redefin… Beim Versuch, es am Freitag Nachmittag mit Anklingeln wieder zu finden habe ich kurzerhand 9 km der blauen Runde mit dem Drahtesel nachmarkiert.
Fazit: Wieder eine gelungene Veranstaltung (für`s Wetter kann ja niemand was) mit kompetenten Tierärztinnen und vielen lieben Helfern, die trotz zeitweiliger Nässe immer nett und hilfsbereit uns Reitern zur Seite gestanden haben! Danke! Und danke an Nicola Scheurle und Sian Griffiths, die es wieder geschafft haben, eine tolle Veranstaltung zu organisieren.
Claudia Nünninghoff mit Moccasin