Eine Ära geht zuende.....
 Fotos Ulli Szech
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...es war ein (letztes) mal das „Land der Rappen“. Un-glücklich, wer sich entschied, dies noch 1x wahr zu nehmen. Der Beginn und das Ende waren freundlich und trocken, der Ritttag selbst doch etwas feuchtlastig….. Nicht nur die Reiter und Pferde wurden auf eine nasse Probe gestellt, so manch Trosser dachte leise bei sich: „Warum tu ich mir das eigentlich an?“
Start- und Zielort war eine tolle, große und gepflegte Weide, vor den Toren Sögels im Emsland. Restaurant „Jägerhof“ und eine Reithalle (als Backup) liessen auch aus Reitersicht kaum Wünsche offen. Trotz unserer gummistiefeluniformierten Fußbekleidung wurden wir immer fürstlich und reichlich mit Speisen versorgt. Dass dieser Ort auch „normalen“ Gesellschaften offen steht, mussten wir dann am Freitag abend staunend zur Kenntnis nehmen: eine hoffentlich lebenslang haltende Beziehung wurde mit Feuerwerk besiegelt!
Als wenn Veranstalter Bert Fichtel es geahnt hätte: Es stand am Samstag abend für alle teilnehmer das Zimmer Nr. 6 für Duschorgien zur Verfügung (noch mehr Wasser von oben, dann aber wenigstens warm!).
Zur Strecke: Erst ging es nordwärts über Werpeloh, dann ostwärts oberhalb Spahnharrenstätte in einem weiten Bogen wieder leicht nordwärts, in Stopp II gab es „Breakfast-to-go“, serviert von Viola, höchster Punkt war Stopp III oberhalb von Markhausen, dann wandte sich die Strecke wieder westwärts, um dann bei Breddenburg südlich abzubiegen und die letzten km auf dem gleichen Weg zurückzukommen. In der Regel ließ sich zügig reiten mit huffreundlichem Geläuf bzw. es gab einen akzeptablen Seitenstreifen. Tierärztin Beate Scharfenberg wurde in 5 Stopps tätig und war am nächsten Morgen mit allen Pferden, bis auf eines, in der späten Nachuntersuchung, sehr zufrieden. Die begehrte Auszeichnung des Best Conditon ging diesmal an Carat, einen 17 jährigen Reitponywallach von Johanna Sauer, der das erste Mal eine so lange Strecke (110 km) in Angriff genommen hat. Herzlichen Glückwunsch!
Bei allem Lob, auch ein klein wenig (hoffentlich) konstruktive Kritik: auf Feuerkreisritten muss man/frau in der Lage sein, seine Karte selbst einzeichnen zu können. Daher zieht sich der Freitag abend leider immer sehr in die Länge, bis es dann zu einer Vorbesprechung kommt (die auf Kartenritten immens wichtig ist). So manch eine(r ) von uns hat einen ganz normalen Arbeitstag hinter sich und dem/der fallen irgendwann buchstäblich die Augen zu.
Nach diesem letzten Vorhang für diesen langen Distanzritt werden viele Wege des Rappenlandes in den Marathon Nord integriert, und bleiben somit „erhalten“.
Ich persönlich bedauere jedoch sehr, dass es einen Ritt weniger im Emsland geben wird. Mir macht es auch nichts aus, so tolle Wege 2x im Jahr zu bereiten….
Claudia Nünninghoff und Nellie