|
Sechs deutsche Reiterinnnen starteten am Pfingstwochenende im französischen Compiegne beim Nationenpreis über 160 km. Die renommierte Distanzveranstaltung lockte wie jedes Jahr Top-Reiter aus der ganzen Welt an. Für die Mannschaftswertung ritten Sabrina Arnold mit Beau, Caroline Barth mit Toni Maccaroni, Sonia Buluschek mit Dandolo und Sian Griffiths mit Piove. Als Einzelreiter gingen Gabriela Förster mit Priceless Gold und Astrid Götz mit Parsifal S an den Start.
Am Sonntag Morgen machte sich ein Feld von über 70 Pferden auf den Weg in das Waldgebiet um Compiegne. Von Anfang an ritt die in Frankreich lebende Sabrina Arnold in der Spitzengruppe mit und kam mit einer hervorragenden Reitzeit von 8:11:31 h (19,42 km/h) auf Rang 10. Damit beendete der 9-jährige Beau, der letztes Jahr schon unter Sabrina bei der Jungpferde-WM in Compiegne Bronze geholt hat, erfolgreich seinen ersten Hundertmeiler. Auch Gabriela Förster schlug ein flottes Tempo an und nahm Kurs auf die Top 20, doch leider bekam Priceless Gold im letzten Vet Gate kein grünes Licht für die finale Runde.
Die anderen Deutschen ließen es etwas ruhiger angehen, sie starteten hinter dem Hauptfeld und ritten beständig um die 16 km/h. Begeistert zeigten sich die Reiterinnen von der Streckenführung über geradezu barhuf-taugliche Wege und die unzähligen Helfer, die die Straßenübergänge absicherten. Leider war für Caroline Barth und Toni Maccaroni das Rennen in Gate 4 zu Ende, und Dandolo konnte sich bei km 139 nicht mehr für die Schluss-Etappe qualifizieren.
Gemeinsam bestritten Astrid und Sian die letzte Runde mit flotten 18 km/h, und fahnenschwenkend galoppierten sie auf Platz 28 und 29 ins Ziel. Die Uhr stoppte bei einer Reitzeit von 9:25:17 h für Astrid und ihren 9-jährigen Hundertmeiler-Neuling Parsifal S sowie bei 9:25:19 h (beide 16,89 km/h) für Sian Griffiths und ihren erfahrenen Piove.
Die besten 3 Reiter pro Team zählten für die Mannschaftswertung, und hier siegte die französische Equipe, bei der sogar alle 4 Team-Reiter in der Wertung waren. Silber ging an die Schweiz mit 3 Reitern. Die Deutschen jubelten zunächst über Bronze, doch dies stellte sich als ein Fehler des Stadionsprechers heraus. Am Ende hieß es Platz 4 hinter den beiden Reitern aus Bahrain.
|