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Staubige Sandpisten und Sonnenbrand beim Drawehn Trail







Da hat uns der Osterhase aber ein dickes Ei ins Nestchen gelegt: Drei Tage in der Göhrde im Niedersächsischen Wendland! Mit 22 Startern war der Ritt komplett ausgebucht. Eine kleine illustre Runde von zum Teil „alten“ Feuerkreisreitern und jungen Newcomern und entspanntes Arbeiten für Tierärztin Beate Scharfenberg.

Zwei Streckenlängen wurden angeboten: 60 – 80 – 40 oder 40 – 40 – 40 Kilometer, alles nach Karte. Start und Ziel war der ganz reizende Reithof Pussade. Dort standen Boxen und Offenstallplätze für die Pferde und Zimmer für einige Reiter zur Verfügung. Lediglich die Paddockwiese war jahreszeitlich bedingt leider sehr weit vom Hof entfernt. „Mutter“ Monika Accetti und Familie versuchte uns jeden Wunsch zu erfüllen und war unentwegt am Kochen und Braten. Wir waren bestens versorgt!
In der abendlichen Vorbesprechung wurde offen und manchmal auch kontrovers diskutiert, doch letztendlich demokratisch über die Anzahl und Länge der Pausen abgestimmt. So einigt man sich dann auf insgesamt 3 Pausen von insgesamt 80 Minuten am 1. Tag und 4 Pausen von insgesamt 140 Minuten für den 80km Ritt am 2 Tag. Das war sehr angenehm für die jungen Pferde, die zum ersten Mal auf langer Strecke waren. Keine Ausfälle bei den „Babys“. Lediglich Charly hatte leider wieder Pech mit „Kleiner No“ – unser Glück, so stand er wieder als Meistertross an der Strecke. Auch erfahrenen Pferden wie „Maharih“ passiert dann schon mal etwas Unvorhergesehenes und so hörte Sabine vorsichtshalber am ersten Tag auf. Nicht nur die Wildschweinlöcher sind tückisch, auch die gesamte Strecke erforderte Umsicht und vor allem Konzentration beim Kartelesen. Die Wege der Göhrde sind oft unergründlich und manchmal schlichtweg verschwunden. Ein Reiternavi ist dann manchmal die Antwort auf alle Gebete. Großes Kompliment an Jelena, die die gesamte Strecke allein geritten ist und sich nur wenig verirrt hat.
Durch die lange Trockenheit waren die meisten Wege hart und mein Respekt gilt den Pferden, die die Strecke komplett ohne Hufschutz gegangen sind.
Schnell bildeten sich Reitergruppen, die sich in Tempo und Ritttaktik einig sind. Und wenn nichts dazwischen kam, dann blieben diese Gruppen auch zusammen. „Sisley“ verliert am ersten Tag unterwegs einen Beschlag. In der Pulskontrolle bekommt er ihn wieder aufgenagelt, die ganze Gruppe wartet. Wen interessieren schon 10 Minuten Zeitverlust auf einem Drei-Tages-Ritt? Der Teamgeist zählt! In den Pausen wird das Futter für Mensch und Tier geteilt. Kaum einer denkt hier an seinen persönlichen Vorteil.
Die 7 bzw. 8jährigen Pferde von Stephan und Pat beenden am 2. Ritttag in der Wertung ihren ersten LDR. Während Joker mit jedem Kilometer netter wurde, wird bei Adham die Kastration beschlossen. Mehrtagesritte haben eine besondere Qualität. Am zweiten Tag treten Schwachstellen sowohl bei Pferd und Reiter, als auch beim Equipment deutlich hervor.
Claudia brachte ihren ebenfalls erst 8jährigen Hengst erfolgreich über die gesamte Strecke von am Ende 189 Kilometern. Best Kondition ging an Steffi Neufeinds „Kalahari“.

Danke an Friederike und Familie Accetti für diesen einmaligen Ritt!

Patricia Nastoll