Frühlingsspuren zur Ronneburg in Hammersbach
Strahlender Sonnenschein, blühende Felder, grüne Wiesen, zumindest die Tage vor dem Ritt. Der Veranstalter schien am Ritttag Mitte April keinen guten Draht zu Petrus zu haben, denn wie auch im Vorjahr fing es ab Donnerstag zu regnen an. Wieder einmal standen bei der Voruntersuchung die Tierärztin, Schreiber, Helfer und Organisatoren im strömenden Regen. Immerhin verwandelten sich die bereits betonhart gewordenen Waldwege in ein wunderbares, weiches Geläuf, die Wiesenwege allerdings wurden schmierig, blieben aber reitbar.
Angeboten waren Wettbewerbe von 37 und 53 Kilometer Länge. Beide waren als Kartenritte ausgeschrieben. Einige Teilnehmer hatten anfangs doch Bedenken, den richtigen Weg nicht zu finden. „Gefährliche“ Stellen, die zum falschen Abbiegen einluden, waren jedoch entsprechend markiert, so musste niemand eingesammelt werden und es wurde auch keine Vermisstenmeldung eingereicht.
Die Strecken für den 37 Kilometerritt sowie für den 53 Kilometerritt waren in 2 bzw. 3 Schleifen angelegt, mit zentraler Pause am Veranstaltungsort.
Samstagmorgen um 08:30 Uhr wurden in 5-Minuten Abständen die Teilnehmer der längeren Strecke auf die Strecke geschickt, im Anschluss gegen 09:30 Uhr die Teilnehmer des 37 Kilometerrittes.
Nach einem schnellen Start erreichten die ersten Reiter die erste Pulskontrolle bei Kilometer 12 nach knapp 45 Minuten. Für den Einführungsritt über 37 Kilometer hatten sich viele Einsteiger angemeldet, die es langsamer angingen und einfach mal die Kondition und Ausdauer von sich selbst und Ihrem Partner Pferd testen wollten.
Das Tempo auf beiden Ritten war so angesetzt, dass der Fellwechsel und aufgrund des langen Winters mögliche Konditionsdefizite von Pferd und Reiter berücksichtigt wurden. Bei der Voruntersuchung und der Pause wiesen die Tierärzte darauf hin – auch aufgrund der schmierigen Wege – die Ritte nicht zu schnell anzugehen.
Die ersten Reiterinnen des 53 Kilometerrittes galoppierten um viertel vor eins über die Ziellinie. Eine unglaublich schnelle Zeit, wenn man bedenkt, dass einige Teilnehmer sich noch auf der ersten Runde befanden.
Die Siegerehrung konnte dank einer sehr guten Organisation bereits sehr früh im Vereinsheim der Geflügelzüchter Hammersbach stattfinden.
Wie auch im letzten Jahr gewannen den 53er Josie und Henning Doderer mit Kaja und Kalimera in einer Reitzeit von 3 Stunden und 25 Minuten mit einem Tempo 15,51 km/h. Der dritte Platz ging an Jasmin Hacker mit dem Friesenmix Giacomo 161 in 3 Stunden und 30 Minuten.
Dank der Sponsoren Masterhorse, Krämer Reitsport, FRZ Reitsport, St. Hyppolit, Reitsport Edith Zimmermann, der VR Bank Main Kinzig, der Sparkasse Hammersbach und der GE Auto Service Leasing GmbH, bekamen alle Teilnehmer bei der Siegerehrung Preise überreicht.
Die Sonderwertung für das älteste Pferd ging an den Fjord Sno du Moulin, der mit dem stolzen Alter von 25 Jahren am Distanzritt teilnahm. Neben der Sonderwertung für das älteste Pferd gab es ebenfalls eine für die älteste Teilnehmerin, den ältesten Teilnehmer sowie die jüngste Teilnehmerin.
Im nächsten Jahr gibt es ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern, denn dann findet die “Frühlingsspur zur Ronneburg“ 30-Jahre lang statt, zu dieser Veranstaltung würden sich die Veranstalter freuen, wenn sie wieder viele Teilnehmer begrüßen dürfen.