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Grastälerpassage 2009













Fotos: Christian Lüke

Am 25. April startete im baden-württembergischen Stetten ob Lontal die 32. Grastälerpassage. Dieser Ritt Ende April ist traditionell die erste Veranstaltung der Saison des Feuerkreis e.V.

In der Kurzzusammenfassung: Tolle Strecke, landschaftlich einfach ein Traum, super Geläuf, mit gutem Pferd und etwas Rücksichtnahme barfußfähig. Dazu eine prima Organisation und nette Helfer sowie Teilnehmer.

Die Paddockwiese bot den gut vierzig Teilnehmern ausreichend Platz, was durch die umsichtige Parkweise der Reiter in diesem Jahr zusätzlich unterstützt wurde.

Schon wie in den Vorjahren scheint das Team um Organisator Werner Nahm einen besonders guten Draht zu Petrus zu haben.
Am Abend zur Vorbesprechung des Rittes schmeckte die Maultaschensuppe am Lagerfeuer.
Das Zelt musste wie schon in den Jahren zuvor nicht als Witterungsschutz genutzt werden, denn die Sonne strahlte während der ganzen Veranstaltung vom Himmel. Sollte sich jedoch mal ein Regenschauer auf die am Ortsrand gelegene Wiese verirren, würden hier alle ein trockenes Plätzchen finden.
So wurde das Zelt nur zum Frühstück und zur Getränkelagerung genutzt. Dank Generator wurden die Reiter mit frischem Kaffee gestärkt auf die Strecke geschickt.

Der Massenstart, getrennt nach 80 km und 60 km Reitern ist ein besonderes Erlebnis. Auf der Startwiese in einer Linie aufgestellt wird der Ritt mit einem echten Startschuss freigegeben.
Doch keine Angst, die Pferde scheuen nicht vor dem Schuss oder gehen durch, meist ist nur ein kurzes Zusammenzucken zu sehen bevor das Feld sich dann in Bewegung setzt.

Die Strecke führt überwiegend auf Wiesenwegen durch das Lonetal, nur kurz von einem Trot-By unterbrochen, über eine leichte Anhöhe zur ersten Pause an einem Tennisplatz. Hier wird freundlicherweise ein Schlauch zur Verfügung gestellt, so dass immer genug Wasser vorhanden ist. Weiter geht es auf Wiesenwegen über eine Anhöhe in das nächste Tal. Wald und Freiflächen wechseln sich ab. Durch die einfache Streckenführung, die guten Orientierungsmöglichkeiten, die hervorragende Kartenqualität und nicht zuletzt die ergänzende schriftliche Streckenbesprechung ist der Weg nach Sontbergen zur zweiten Pause gut zu finden. Am “Sontberger Michel” steht den Pferden genug Gras zur Verfügung, wieder bietet ein Schlauch die Möglichkeit stets Tränk- und Kühlwasser zur Verfügung zu haben und in der 45 Minuten langen Pause bleibt gegebenenfalls auch Zeit sich ein kühles Getränk oder ein Stück Kuchen aus der Wirtschaft zu holen.
Hier trennen sich die Strecken der 60 und 80 km Reiter. Die Langstreckler gehen auf eine gut 20km lange Schleife durch drei weitere, herrliche Wiesentäler und über einige Anhöhen. Die 60km Reiter treten direkt den Rückweg an.
Diese Lösung erspart dem Tierarzt viel Fahrerei und erleichtert auch den trosslosen Reitern das Leben. Und das ohne sich immer wiederholende Schleifen oder Streckenabschnitte.

Der Veranstalter stellte unterwegs auch kleine Snacks und Getränke zur Verfügung, die gerne angenommen wurden.

Besonders zu erwähnen sind die netten Kontrollpunkt- und Stopp-Besetzungen, die auch die “Lumpensammler” des langen Rittes noch freundlich betreut haben. Da wurde Wasser gereicht für Pferd und Reiter, noch einen Schokoriegel gegen den Unterzucker oder der Apfel des “KPlers” wurde kurzer Hand mit dem Pony geteilt.

Nach der dritten Pause geht es durchs Hungerbrunnental wo bei km 68 nochmals eine natürliche Tränk- und Kühlmöglichkeit vorhanden ist. Bei km 75 nach der Überquerung der Autobahn werden die Pferde noch einmal kurz gecheckt bevor der Endspurt ins Ziel folgt.

Es waren in diesem Jahr ein paar wenige lahmheitsbedingte Ausfälle, doch insgesamt wurde die flott zu reitende Strecke zur Zufriedenheit von Chef-Tierarzt Dr. Thomas Buyle absolviert.
Den Sieg auf den 80 km sicherte sich Uschi Klingbeil mit dem Vollblutaraber Tachlith el Samawi vor Bert Fichtel mit Kimbal (Araber-Connemara), der den Best Condition erhielt.

Die 60 km gewannen Annika Rupp mit dem Achal-Tekkiner Elian gemeinsam mit Jutta Ostermeier auf dem Vollblüter Tassorosso.
Auf dem mittleren Ritt liefen die beiden 20jährigen Hurdy Gurdy (Traber) und Flicka (Fjord) in die Wertung, die “jüngsten” Reiter waren zwei Herren die unter Aufsicht einer erfahrenen Reiterin den allerersten Distanzritt absolvierten. Auf den 80km waren der Spanier Camino und die Ponystute Rike mit 19 Jahren die ältesten Pferde, Madleen Bauer mit 9 Jahren die jüngste Reiterin. Sie meistere in Begleitung ihrer Mutter mit ihrem AV-Wallach Rocco die erste Langstrecke.

Zum Schluss noch einmal vielen Dank an Familie Nahm und alle Helfer, die diesen tollen Ritt ermöglicht haben.

Stefanie Prasch