 Schmit und Schreiber, Foto: Lewin Junge Distanzreiter auf dem Weg zur Jugend-Weltmeisterschaft in Babolna
Nachdem Deutschland im vergangenen Jahr durch mehrere kurzfristige Ausfälle verletzter Pferde nur noch zwei Teilnehmerinnen zur Jugend-Europameisterschaft im Distanzreiten ins spanische Oviedo entsenden konnte, wollte man in diesem Jahr vorbauen und möglichst viele Jugendliche für die Weltmeisterschaft in Ungarn qualifizieren.
Deshalb hatte Klaus Kimmich – zu Zeiten der Weltreiterspiele 2006 in Aachen noch Team-Tierarzt der Distanz-Senioren – am 4. April im Baden-Württembergischen Empfingen einen FEI-Ritt ausschließlich für Junioren und Junge Reiter ausgeschrieben, die hier die Möglichkeit bekommen sollten, sich entweder über 120 Kilometer direkt für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu empfehlen oder aber sich über 90 Kilometer im neuen Qualifikations-System der FEI, das seit Januar dieses Jahres Gültigkeit hat, überhaupt erst für die Teilnahme an einem internationalen 120-Kilometer-Ritt zu qualifizieren.
Die einzige Starterin über 120 Kilomter blieb leider nicht in der Wertung. Sieben von elf Startern kamen jedoch erfolgreich über 90 Kilometer und haben sich damit zumindest die Berechtigung zur Teilnahme an internationalen 2-Sterne-Ritten erworben. Das einzige Bundes-Jugendkader-Mitglied im Starterfeld war Ronja Schreiber. Nachdem sich die Juniorin, 2008 auf Rang 6 bei der Deutschen Jugendmeisterschaft, bereits im letzten Jahr mit ihrer Stute Santana für die WM qualifizieren konnte, stellte sie diesmal Aymana Ebony Afifa erfolgreich vor und könnte mit einem noch zu absolvierenden 120er-Ritt dann ein zweites Championatspferd in petto haben. Die 14jährige Araberstute erhielt auch den Konditionspreis.
Der Sieg ging an die tschechische Teilnehmerin Katerina Hemzalova mit Arista. Marvin Nonnenmacher entschied mit Zaphir das Finish um Platz zwei hauchdünn vor Nessaya unter Sabrina Birmele. Ronja Schreiber kam ebenso knapp auf Platz vier vor Michele Schmit aus Luxemburg mit Meteque.
Miriam Lewin
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