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Ruppertsburger Depesche 06.10.2008


Die Sieger der 88km Distanz - links J. Prehl

Bereits zum dritten Mal veranstalteten Mareike Brinkmann und Thorsten Keller am Samstag den 4. Oktober die Ruppertsburger Depesche. Angeboten wurde neben den 44 und 88 km Strecken dieses Jahr auch erstmalig ein 71 Kilometer Ritt. Alle Streckenlängen zählten zum Berg Cup, der dieses Jahr erstmalig ausgeschrieben wurde und mit dieser Veranstaltung zu Ende ging. Daher hatten auch über 30 Reiter die Möglichkeit genutzt um letzte Punkte zu sammeln und genannt. Viele Reiter entschieden sich zum Saisonabschluss für die kürzere Strecke, die auch in diesem Jahr wieder viele Neulinge als Einstieg ins Distanzreiten nutzten. So gab es auf diesem Distanzritt die gewohnte Rassenvielfalt, vom Araber über Pintos bis hin zum deutschen Reitpony und einem ungarischen Warmblut waren die verschiedensten Rassen vertreten.
Die Strecke führte die Reiter von Ruppertsburg durch die Wälder nach Einartshausen und zurück über Gonterskirchen. Nach 18 Kilometern mussten alle Pferde durch die angekündigte Pulskontrolle, bei der ein Puls von 64 Schlägen pro Minute nicht überschritten werden durfte. Von dort aus ging es die letzten 9 Kilometer zurück zum Start und Zielort dem Dorfgemeinschaftshaus in Ruppertsburg, an dem alle 44km-Reiter eine Pause von 40 Minuten hatten in der die Tierärzte kontrollierten, ob die Pferde innerhalb der geforderten Zeit die geforderten Pulsschläge erreichten und sie auch auf andere Probleme mit der Atmung, dem Darm oder dem Bewegungsapparat untersuchten. Nur Pferde, die auf der Checkkarte – auf der alle veterinärmedizinischen Parameter vermerkt werden – eine Startfreigabe für die nächste Runde bekamen durften auf die zweite Runde von 17 Kilometer Länge gehen. Die Runde ging in einem weiten Bogen nach Langd, wo knapp 6 Kilometer vor dem Ziel eine erneute Kontrolle stattfand, dieses Mal allerdings eine unangekündigte Kontrolle der Pferde. Bei der sogenannten Radarfalle standen einige Pulsmesser gut versteckt am Waldrand, sodass die Reiter sie erst im letzten Moment bemerkten und ihre Pferde dann in möglichst kurzer Zeit auf die hier geforderten 72 Pulsschläge pro Minute bringen mussten. Die Reiter der 88km Strecke mussten beide Runden zweimal gehen, während die 71 Kilometerreiter nur die erste Runde doppelt reiten mussten.
Nachdem alle Reiter im Ziel angekommen waren und die Pferde nachuntersucht, fand am Abend die Siegerehrung statt. Die Veranstalter hatten bewusst die Siegerehrung des Berg Cups vorgezogen, bei dem es Startfreigelder, Hufschuhe und als ersten Preis eine Polar Pulsuhr mit GPS zu gewinnen gab. Direkt im Anschluss lüftete sich das Geheimnis um die weiteren Plätze, denn während die Reihenfolge des Zieleinlaufs bei den beiden längeren Strecken – dadurch das alle gemeinsam gestartet sind – bereits feststand, konnten sich die Kurzstreckler nur ungefähr ausrechnen, wo sie stehen. Die kurze Strecke wurde in verschiedenen Gruppen zu verschiedenen Uhrzeiten gestartet. Am Ende gewann Victoria Oldenburg (Burgwald) mit der Vollblutaraberstute Baida in Nahar 2 mit einer Reitzeit von 3 Stunden und 7 Minuten den Wettbewerb vor Mirja Moilanen (Hungen) auf Malibu 96 mit einem Rückstand von knapp 27 Minuten. Platz drei belegte Beate Eimer (Büdingen) mit dem Karbadiner Arax mit einer Reitzeit von 3 Stunden 48 Minuten.
Bei den 71 Kilometerreitern konnte die erstmalig auf einer mittleren Strecke unterwegs gewesene Heike Koch aus Wölstadt mit dem Araber Salomon den Wettbewerb für sich entscheiden. Sie benötigte 6 Stunden und 27 Minuten und war damit genau 30 Minuten schneller als die Zweitplatzierte Elvira Friedrich (Hofheim) auf der Araberstute Pagoda.
Hand in Hand gingen sowohl die beiden Erstplatzierten, als auch die drittplatzierten ins Ziel. Als erste von den 88 Kilometerreitern kamen Jasmin Prehl mit Jamil 5 und Birgit Leipold (beide aus Steinau)auf Eroyka ins Ziel. Die beiden benötigten am Ende 6 Stunden und 52 Minuten für die 88 Kilometer. Die beiden Drittplatzierten Alwin Merkel (Darmstadt)auf dem Araber Ca Nagal und Silke Matthaes (Kefenrod) auf der Araberstute Ewina benötigten am Ende 36 Minuten mehr.