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Reinhardswald-Distanz 06.10.2008


Hand in Hand ins Ziel

Am Samstag dem 13. September fand die Reinhardswald Distanz in Trendelburg statt. Der Veranstalter – der Reit- und Fahrverein Trendelburg blickt auf eine lange Tradition von Distanzveranstaltungen zurück. Organisator Peter Gottlob hatte erst letzten Monat die Deutschen Fahrermeisterschaften ausgetragen und lud nun zu Distanzritten und -Fahrten zwischen 47 und 90 Kilometern ein. Auch dieses Mal wurde wieder ein sehr ansprechendes Ambiente geboten, sodass alle sehr zufrieden waren. Die Strecken waren anspruchsvoll, dabei aber gut markiert, sodass sich nicht verritten wurde. So hatten sich – sehr zu Gottlobs Freude – 15 Teilnehmer für die 90 Kilometer Strecke angemeldet. Auch sonst waren zahlreiche Teilnehmer aus dem Bundesgebiet angereist. Die Strecke bestand aus einer 45 Kilometer-Schleife. Start und Ziel war in Friedrichsfeld. Von da aus ging es Richtung Bad Karlshafen ein Stück parallel zur Weser. Danach zurück Richtung Gottsbüren, wo für alle Teilnehmer eine Pause war. Die letzten Kilometer dieser Runde gingen Richtung Beberbeck und zurück zum Startplatz. Je nachdem welche Streckenlänge geritten wurde, gab es kleinere zusätzliche Schleifen zu reiten bzw. musste die Runde doppelt geritten werden.
Bei der 47 Kilometer Strecke hatten neben Teilnehmern aus dem Bundesgebiet auch zahlreiche Einheimische genannt. So gewann Gabi Heinrich aus Osnabrück auf dem Vollblutaraber Kismet zusammen mit Iris Lennackers-Neyaus aus Oerlinghausen auf dem Vollblutaraber Maktoum al Thawi. Sie gewannen mit einem Vorsprung von 6 Minuten. Auf dem dritten Platz kamen die beiden Warburgerinnen Silke Müller mit Al Shama und Alexandra Stolte mit Sidney zusammen mit Michael Sommer auf Kanasta. Bei den Fahrern auf dieser Strecke gewann Rosemarie Schneideraus Wilnsdorf auf dem Lewitzer Orca.
Bei der 67 Kilometer Distanz starteten 13 Teilnehmer mit ihren Pferden. Am Ende gewann Simone Fleck aus Vöhl mit dem Vollblutaraber Shalimar zusammen mit Beate Fissthaler aus Neu-Isenburg mit dem Shagya-Araber Bahrein. Ebenfalls Hand in Hand und damit zusammen auf Platz drei gingen die aus Schotten angereisten Bettina Nonnenmacher auf Marun und Marvin Nonnenmacher auf Zaphir ins Ziel. Bei den Fahrern gewannHartmut Meesmann aus Kreuztal mit dem ungarischen Halbblut Moeas.
Auf der 90 Kilometer Strecke gewann die Warburgerin Karo Streiche mit ihrem „Hessen“ Kashari mit einem Vorsprung von 38 Minuten auf Antje Renziehausen aus Osterode auf Dakana. Zusätzlich wurde Kashari am nächsten Tag von den Tierärzten mit dem Preis für die beste Kondition ausgezeichnet. Ein Preis, der dem Pferd, das sich am nächsten Tag den Tierärzten präsentiert und auch während des Rittes auf der sogenannten Checkkarte, auf der alle Parameter – wie Gang, Puls, Darmgeräusche und vieles mehr – von den Tierärzten vermerkt wird, am Besten bewertet wird. Der dritte Platz ging an den ehemaligen Bundestrainer der Distanzreiter Bernhard Dornsiepen mit Duru, der aus Balve (Nordrhein-Westfalen) angereist war. Bei den Fahren gewann die Trendelburgerin Christina Böker mit Lady Boszorg, die im August mit Bernd Bootsmann auf dieser Strecke Deutsche Meisterin geworden ist. Einen sehr begehrten Wanderpokal hat Peter Gottlob der Veranstaltung im Jahr 2002 gestiftet. Dieser wird immer an den Erstplatzierten Reiter der längsten Strecke der Reinhardswald Distanz vergeben. Nachdem Karin Bartscher Löffler diesen im Jahr 2006 und 2007 gewonnen hat konnte sie dieses Jahr das Tripple nicht perfekt machen und den Pokal als ihr Eigentum mit nach Hause nehmen. Stattdessen wurde er an Karo Streiche vergeben, die nun die Chance hat den Pokal in drei aufeinanderfolgenden Jahren zu gewinnen und damit ihr zu Eigen zu machen.