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Laubacher Acht 06.10.2008


Die Siegerin des 104km Rittes Anna-Lena Weiershäuser mit Sharik

Die Laubacher Acht war auch 2008 wieder für viele namhafte Reiter aus der Bundesrepublik fester Bestandteil ihrer Saisonplanung. In Ruppertsburg war auch dieses Jahr wieder Start und Ziel für den Distanzritt mit Streckenlängen zwischen 29 und 120km. Mareike Brinkmann und Thorsten Keller, die den „Laubacher Acht“ genannten Distanzritt bereits zum vierten Mal organisierten, freuten sich über den großen Zuspruch der Reiter, von denen über 70 in den Ort gekommen waren, um sich im Wettkampf zu messen. Auch dieses Jahr zogen die Veranstalter erneut ein positives Resümee. „Wir sind sehr zufrieden“ so Thorsten Keller. Insgesamt war das bereits ihre 7 Distanzveranstaltung und bestimmt nicht die letzte. So haben sich die Veranstalter, die auch dieses Jahr wieder an alle möglichen Eventualitäten gedacht haben, für die Austragung der Hessenmeisterschaften beworben. „Wir sind eine von zwei Veranstaltungen“ so Thorsten Keller. Diese zwei Veranstaltungen können so auch nicht unterschiedlicher sein. So hat die Laubacher Acht eine taktisch anspruchsvolle Strecke, die von Pferd und Reiter viel abverlangt, da man besonders bei den Bergen sein Tempo gut einteilen muss. Dagegen ist die zweite Veranstaltung „Durch´s hessische Ried“ eine Flachlandstrecke, bei der es hauptsächlich um Geschwindigkeit geht.
Die Laubacher Acht war in diesem Jahr erstmalig ein Ritt, der für die Wertung des Hessischen Bergcups zählt. Hier konnten die Pferd und Reiterpaare viele Punkte holen. Diese Möglichkeit nutzten die gut 70 Teilnehmer.
Bereits am Freitag reisten die Ersten an. Vor allem die sogenannten Langstreckler, die am Samstag mehr als 80km zu reiten hatten, kamen vorwiegend bereits Freitag. Nach der Voruntersuchung der Pferde und der Startfreigabe wurde im Dorfgemeinschaftshaus Ruppertsburg gemütlich zusammen gesessen und sich auf den Wettkampf am folgenden Tag vorbereitet.

Am Samstag ging es dann bereits auch in aller Frühe los. So mussten die Ersten bereits um 6 Uhr starten. Mit Abstand gingen die Starter des 29,52,75,104 und 120km Rittes auf die Strecke.
Bei der 29km Distanz gab es keine Platzierungen sondern nur die Einteilung in Leistungsklassen nach der gerittenen Zeit. Auch hier wurde vernünftig geritten, sodass am Ende niemand in LK 1 war, es aber kaum Ausfälle gab. Besonders erfreulich fand es der Veranstalter, das alle Reiter die genannt hatten am Ende auch zum Wettkampf kamen. In LK 2 befanden sich mit einer Reitzeit von 2 Stunden und 55 Minuten Annabelle Krauth auf Shalimah sowie Anja Weichselbaum auf Jack´s Travellin Amy, die Hand in Hand durchs Ziel gingen. Knapp 2 Minuten länger benötigte Andreas Keppler auf SC Pandora. Mit einer reinen Reitzeit von 3 Stunden und 4 Minuten erreichte Melanie Metz auf Jedetzka ebenfalls LK 2.
Auf der 52 Kilometer Distanz erreichte Lea Maschitzki auf Jade zusammen mit Maren Kuner auf Dabar nach 4 Stunden und 4 Minuten als erste das Ziel. Nur 3 Minuten später erreichte die damit Drittplatzierte Kati Trzinski auf Masoud ibn Maisha das Ziel und bestand die Nachuntersuchung nach 2 Stunden.
Auf die 75 Kilometer Strecke starteten 9 Starter, 8 davon konnte Alwin Merkel auf Chanagal mit einer reinen Reitzeit von 6 Stunden 20 Minuten und 12 Sekunden hinter sich lassen. Auf Platz 2 kamen zwei Reiterinnen zusammen ins Ziel, sodass Martina Greve auf Karima und Dr. Christiane Stehr auf Bint Kaysouna sich mit einer Reitzeit von 6 Stunden 26 Minuten und 15 Sekunden den zweiten Platz teilten. Der 75 Kilometer Ritt zählt noch zu den sogenannten mittleren Distanzritten und hat daher wie alle vorher genannten Streckenlängen eine Nachuntersuchung mit Transportfreigabe nach 2 Stunden.
Auf der langen Strecke über 104 Kilometer mussten die Reiterinnen und Reiter nicht solange auf die endgültige Entscheidung – in der Wertung oder nicht – warten. Hier ist eine Nachuntersuchung nach 30 Minuten üblich, die die beiden Erstplatzierten Anna-Lena Weiershäuser auf Sharik und Anne Wegner auch Aicha Addschawad mit einer Reitzeit von 8 Stunden und 12 Minuten mit Bravour bestanden. Die Leistung von Aicha Addschawad wurde zusätzlich mit dem Preis für die beste Kondition ausgezeichnet. Nur 3 Minuten später erreichte Katharina Blumöhr auf Pallas Athene als Dritte das Ziel. Insgesamt starteten auf dieser Distanz 13 Reiterinnen und Reiter, von denen 12 den Ritt in der Wertung beendeten. Drei von ihnen nutzten die Möglichkeit den Ritt nach 75 Kilometern in der Wertung zu beenden und damit zwar die Kilometer gutgeschrieben zu bekommen, aber nicht platziert zu werden.
Wie im vergangenen Jahr gewann Henning Doderer auch 2008 wieder den 120 Kilometer Ritt. Doch dieses Jahr unter Calimera, die auch zusätzlich am Tag nach dem Wettbewerb von den Tierärzten mit dem Preis für die beste Kondition ausgezeichnet wurde. Seine Reitzeit betrug 10 Stunden und 42 Minuten. Den Rekord für die längste Reitzeit stellten an dem Wochenende wohl die beiden zweitplatzierten auf. Sie waren sagenhafte 12 Stunden und 28 Minuten unterwegs und heißen Silke Rauscher auf Angel und Roderik Bundels auf Kublai Kahn. Mit dieser Ausdauerleistung erst um 21 Uhr 20 ins Ziel zu kommen errangen sie den Respekt aller.