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Ritt auf Gut Sarnow 06.10.2008

Zum dritten Mal hatte Familie Puffert zum Distanzritt auf das idyllische Gut Sarnow in der Schorfheide eingeladen. Fast 70 Nennungen waren für 3 Streckenlängen über 33, 62 und 95 Kilometer zusammengekommen. Viele Teilnehmer waren „Wiederholungstäter“, denn darin war man sich einig: Der Ritt auf Gut Sarnow versprach herrliche Landschaft, gut bereitbare Sandwege, gute Markierungen (verritten hat sich niemand!), leckeres Catering und – last but not least bei einer Mehrtages-Veranstaltung – vernünftige sanitäre Einrichtungen. All diese Erwartungen wurden erfüllt. Zudem trug FEI-Tierarzt Martin Grell als Chef-Veterinär im Team mit dem Thermografie-Experten Thomas Zimmermann zu einer erstklassigen tierärztlichen Betreuung der Veranstaltung bei. Für die Zukunft wäre es wünschenswert, wenn die die Masse der Klasse um nichts nachstünde: Ein Tierarzt mehr im Pausenpunkt hätte geholfen, unnötige Staus und Wartezeiten zu vermeiden. Darüber hinaus aber war es eine Veranstaltung nach Maß, sogar das Wetter – mild, leicht bewölkt und trocken – hätte besser nicht sein können.

Besonders erfreulich war die niedrige Ausfallquote: Von 44 Startern im Einführungritt kamen alle in die Wertung und das, obwohl hier einige Distanz-Neulinge unterwegs waren. Den MDR beendeten 9 von 11 Pferden in der Wertung, 2 hatten Pech und passierten die Nachuntersuchung nicht. Von 6 Startern im langen Ritt zog eine Reiterin ihr Pferd auf der Strecke zurück.

Den Sieg auf der langen Strecke musste sich Traber Mirok, geritten von Rita Lehmann, mit dem kleinen Welsh-Araber Beach Boy unter Mara Schima teilen. Bereits drei Wochen zuvor hatte Mirok unter Claudia Bullmann in Rüdnitz ganz vorn bei der Entscheidung über 82 Kilometer mitgemischt, während Beach Boy dort „nur“ über 56 Kilomter gelaufen war. Mit Tempo 4,35 waren die Sieger in einem vernünftigen, pferdeschonenden Tempo unterwegs. Dritte wurde der Elke Kautzmann mit ihrem Araberhengst Zupan, beide ebenfalls „alte Hasen“ auf der langen Strecke.

Auch beim MDR über 62 Kilometer sah man bekannte Pferde und Gesichter an der Spitze. Der Kabardiner Arfur, in Fischerhude unter Sebastian Kottwitz erfolgreich international gelaufen, wurde diesmal von Julia Kottwitz geritten und siegte prompt, gemeinsam mit dem erst 7jährigen Mr. Seven von Rico Müller, der schon im letzten Jahr auf mittleren Strecken konstant nach vorn gelaufen war, und auf dessen Langstreckendebüt man gespannt sein kann. Platz drei erritt Marion Lantermann mit Pusteblume.

Im Einführungritt, wo zu schnelles Reiten mit 2 Strafsekunden, zu langsames Reiten mit 1 Strafsekunde geahndet wurde, belegte Heike Davideit mit Pony-Araber-Mix Okapi Platz 1 mit vier Punkten auf Nina Kersten und Lucky Count. Weitere acht Punkte zurück lagen die beiden Drittplatzierten Kristin Schreiber mit vollblut El Rago und Christoph Herrmann mit dem Brandenburger Kandor.

Miriam Lewin