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Planung

Foto: Henning Schmidt

Termin

Der Termin sollte so gewählt werden, dass er nicht mit anderen Distanzritten in der Gegend kollidiert (mindestens 2 Wochen Abstand). Außerdem sollte der Termin für einen Tag festgesetzt werden, an dem möglichst keine anderen Veranstaltungen stattfinden, die potenzielle Teilnehmer und Zuschauer abwerben könnten.
Regelmäßig Terminschutz gilt für die Deutschen Meisterschaften im Distanzreiten/-fahren. Bei Terminüberschneidungen kann das Präsidium eine Sondergenehmigung für die Durchführung der Wettbewerbe erteilen.


Strecke

Die Strecke soll möglichst viel naturbelassenes Geläuf und möglichst wenig Asphalt, Beton oder Pflaster enthalten. Viele Querwege (insbesondere zu überquerende Straßen und vielbenutzte Wanderwege) behindern ein flüssiges Reiten bzw. Fahren und schaffen potenzielle Gefahrenstellen. Je mehr stark befahrene Straßen zu überqueren sind, desto mehr Helfer sind nötig, um diese abzusichern!

Bei der Planung sollte man auch überlegen, ob die Strecke auch für Distanzfahrer geeignet ist.
Wie bereits im Reglement festgehalten, muss die gesamte Strecke mit einem Traktor befahrbar sein.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass nur befestigte und asphaltierte Strecken zum Einsatz kommen dürfen. Hier geht es vielmehr um die Breite der Wege. Die meisten Sulkys und Kutschen haben eine Spurbreite zwischen 1,25 m und 1,60 m. Wenn also ein Traktor Spur fassen kann, kommt die Kutsche auch problemlos durch.
Wenn Schranken vorhanden sind, müssen diese unbedingt geöffnet werden. In den seltensten Fällen findet der Fahrer den Weg an der Schranke vorbei.
Ebenso behindern natürlich umgestürzte Bäume oder Geländehindernisse die Fahrt. Eine Alternativstrecke sollte angeboten werden, bzw. bei Kartenwettbewerben in der Vorbesprechung unbedingt darauf hingewiesen werden.

Bei Strecken, wo es zu Gegenverkehr mit den Teilnehmern kommen kann, sollte bedacht werden, dass Reiter und Fahrer sicher aneinander vorbeikommen und genug Ausweichplatz vorhanden ist.
Bodenbeschaffenheit: Generell trauen sich die Fahrer auch auf unbefestigte Wege. Allerdings ist der Kraftaufwand bei tiefem Boden hier bedeutend höher, als beim Reitpferd. Dies wäre bei der Streckenauswahl zu bedenken.
Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass Fahrpferde kaum auf den Seitenstreifen ausweichen können und beim Einspänner das Pferd mittig vor dem Wagen läuft.
Auf Graswegen läuft das Gefährt also in der Spur, das Pferd muss den Mittelstreifen belaufen. Bei recht stark bewachsenen Graswegen z.B. ist hier ein höherer Kraftaufwand anzurechnen, als beim Reitpferd, das in der Traktorspur laufen kann.
Seitenstreifen sind ebenfalls kaum befahrbar, demzufolge erhöht sich der Asphaltanteil der Strecken. Asphalt kann jedoch auch eine willkommene Erholung für das Fahrpferd sein.


Veranstaltungsort

Der Veranstaltungsort muss über genügend Platz verfügen für die Unterbringung der Pferde, Gespanne und Zelte und einen geeigneten Platz für Vor- und Nachuntersuchung bieten. Sanitäre Anlagen müssen vorhanden bzw. beschafft werden. Eine Versorgung für Teilnehmer und Helfer muss möglich sein.


Pausenplätze

Ein Pausenplatz sollte mit dem Wagen anfahrbar sein, genügend Platz für die Fahrzeuge von Tierarzt, Helfer und Betreuer sollte vorhanden sein. Fester Boden (zum Vortraben) und Wasser muss vorhanden sein, Wetterschutz für Pferde und Helfer, sowie die Möglichkeit die Pferde grasen lassen zu können ist wünschenswert.
Wird auch eine Distanzfahrt angeboten, so sollte darauf geachtet werden, dass genug Platz vorhanden ist, damit sich die Teilnehmer gefahrlos bewegen können. Bei den Vortrabstrecken ist zu beachten, dass die Gespanne am Ende wenden können.


Helfer

Die Zahl der Helfer richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer sowie nach der Zahl der Überquerungen stark befahrener Straßen…


Tierärzte

Für jeweils angefangene 30 Pferde muss mindestens ein pferde- oder distanzritterfahrener Tierarzt verpflichtet werden. Mindestens ein Tierarzt muss den gesamten Wettbewerb betreuen und ständig anwesend sein.
Bei allen langen Distanzwettbewerben und bei Erstveranstaltungen muss der leitende Tierarzt ein vom VDD anerkannter Distanztierarzt sein.


Qualifikation

Damit ein Ritt für die Teilnehmer für eine Erststarterqualifikation nach FEI-Reglement gewertet werden muss der Ritt keine besonderen Voraussetzungen erfüllen.
Es kann sowohl ein markierter Ritt, als auch ein Kartenritt sein. Die Art der Rittunterbrechung (Pause, Vet-Gate) ist unerheblich. Die Einhaltung der Maximalgeschwindigkeit von 16km/h (T 3,75) ist vom Reiter selbstständig zu überwachen, es ist keine gesonderte, tempobegrenzte Ausschreibung oder Sonderwertung notwendig.
Die benötigte km-Anzahl des Reiters kann auch durch vorzeitiges Beenden in der Wertung erreicht werden. Bei Mehrtagesritten können die einzelnen Tagesetappen zur Qualifikation angerechnet werden.