Deutsche Meisterschaften im Distanzreiten (Juni 2004)
 Die neue Deutsche Meisterin Melanie Arnold ©Doris-Melzer
 Igor Skladanyuk aus Russland wurde zweiter bei der Offenen Deutschen Meisterschaft ©Doris-Melzer
 Joanna Al Samarraie ist neue Deutsche Jugendmeisterin ©Doris-Melzer
 Belinda Hitzler belegte den 6. Platz in der deutschen Meisterschaft und gewann den CEI** über 120km am Vortag ©Doris-Melzer
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Die (offenen) Deutschen Meisterschaften der Senioren und Junioren im Distanzreiten, die am 26.06.2004 in Tanneneck bei Löffingen im Schwarzwald ausgetragen wurden, sind entschieden.
Neue Deutsche Meisterin ist Melanie Arnold auf Nadira (AV-Stute, 13 J).
Sie überquerte um 17:56:20, nach 9 Std. 42 Min (16,48 km/h) in einem packenden Galoppfinish gegen Igor Skladanyuk aus Russland auf Karo (Kabardiner-Wallach, 10 J) als erste die Ziellinie und bestand anschliessend ohne Beanstandung die Nachuntersuchung.
Melanie hat damit mit Nadira sowohl die Deutsche, als auch die Offene Deutsche Meisterschaft für sich entscheiden können.
Igor Skladanyuk, der im Laufe des Wettbewerbes zum Publikumsliebling avancierte, überquerte mit Karo eine Pferdelänge hinter Melanie die Ziellinie.
Dieses Paar hatte noch für richtig Spannung gesorgt, war doch Melanie aus dem letzten Gate, bei Kilo?meter 150, mit 15 Minuten Vorsprung alleine auf die letzte Runde gegangen. Keiner hatte damit gerechnet, dass es da noch eng werden könnte.
So war die Verblüffung gross, als am Horizont plötzlich zwei Pferde im Galopp in Sichtweite kamen.
Trotz dieser Aufholjagd über 10 km gelang es Igor, den Puls seines Pferdes innerhalb der international vorgeschriebenen 30 Minuten auf unter 64 Schläge/min. zu bringen und auch die Nachuntersuchung zu bestehen.
Wenig später kam Urs Wenger aus der Schweiz auf Zialka (AV-Stute, 12 J) ins Ziel, dann folgte die neue Deutsche Vizemeisterin, Marianne Hähnel auf Baida in Nahar (Araber-Wallach, 11 J), die in der offenen Wertung damit den 4. Platz erreichte.
Bronzemedailliengewinnerin der DM Rebecca Arnold auf Zahib (Araber-Wallach, 9 J), in der offenen Wertung auf dem 5. Platz liegend, kam um 18:01:45 ins Ziel.
Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmer(inn)en in der Wertung, und insbesondere den Teilnehmerinnen auf den Medaillienrängen!
Positiv hervorzuheben ist, dass es bei 36 Starter(innen) auf diesem 160km-Meisterschafts-Ritt nur 13 Ausfälle gab.
Neue Deutsche Jugendmeisterin ist Joanna Al Samarraie auf Tamunis (Shagya-Araber-Stute, 9 J), mit einer Reitzeit von 6 Std. 35 Min. (18,22 km/h).
Sie konnte sich im Finish gegen die neue Deutsche Vizemeisterin Anna Lisa Dahmen auf Momo (Anglo-Araber-Stute, 17 J) mit einer Pferdelänge Vorsprung durchsetzen.
Fast 40 Minuten später kam Aylissa Zwickl auf Brenta (Shagya-Araber-Stute, 11 J) als Bronzemedailliengewinnerin ins Ziel.
Alle drei kamen ohne Beanstandung durch die Nachuntersuchung und Tamunis erhielt am Folgetag sogar noch die Auszeichnung “Best Condition”!
Noch schneller als die drei Medailliengewinnerinnen war Babette Frank auf Bashirah (Araber-Stute, 9 J). Sie hatte sich, anfangs zusammen mit Joanna und Lisa in einer Gruppe reitend, in der letzten Runde abgesetzt und entschied damit die offene Deutsc????´?he Meisterschaft der Junioren mit einer Reitzeit von 6 Std. 19 Min. (18,97 km/h) für sich.
Leider gab es nach ihren Sieg Verwirrung und Enttäuschung: Zunächst war Babette Frank, nachdem sie die Nachuntersuchung bestanden hatte, als neue deutsche Jugendmeisterin ausgerufen wurden. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass sie die, gegenüber den international gültigen Anforderungen erhöhten Qualifikationsanforderungen zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Junioren, nicht erfüllte (Reiter: 100km-Ritt in der Wertung, international genügen 80km in der Wertung). Sie gewann daher zwar die offene Wertung, für die sie qualifiziert war, konnte aber nicht Deutsche Jugendmeisterin werden.
Dass dies erst nach Überquerung der Ziellinie registriert wurde ist sehr bedauerlich und letztlich auch mit ein Fehler der an der Organisation Beteiligten, die dies sehr bedauern.
Auch hier ein herzlicher Glückwunsch an alle Reiterinnen in der Wertung und die frisch gekürten Medaillengewinnerinnen!
Mit nur 5 Ausfällen zeigten die Jugenlichen einmal mehr, dass Sie in der Lage sind, auch wenn es um etwas geht, nicht kopflos zu reiten und ihren Partner Pferd richtig einzuschätzen.
Ganz herzlichen Dank auch noch im Namen des Präsidiums des VDD an die Organisatoren vor Ort, Wendy und John Farnell mit ihrem Team, die dafür gesorgt haben, dass die (Offenen) Deutschen Meisterschaften der Junioren und Senioren in einem würdigen Rahmen stattfinden konnten und auch organisatorisch alles reibungslos lief.
Dr. Jan Duvenhorst