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Anne Emmerich aus Rheinland-Pfalz hat die folgende Reihe für die Zeitschrift “Das Islandpferd” (Verbandsorgan des IPZV e.V.) geschrieben und uns freundlicherweise auch zur Verfügung gestellt.
Zuerst ein Wort zu meinem Pferd
Lysir von Remmesweiler ist mein 20-jähriger Islandwallach, den ich vor sechs Jahren kaufte. Ich kannte ihn davor schon zwei Jahre aus der Reitschule und auch wenn er mir anfangs im Gelände ständig durchging und in mörderischem Tempo durch den Pfälzer Wald sauste, wusste ich: Dieses Pferd will ich haben. Nachdem wir uns zwei Jahre zusammengerauft und fleißig trainiert hatten, befolgte ich den Rat seines Vorbesitzers und meldete uns für den ersten Distanzritt an.
Und auf diesem Ritt haben wir Blut geleckt. Seither gehen wir regelmäßig kürzere Distanzritte bis 50km. Und seit wir diese gehen und dazwischen viel und lange trainieren, ist Lysir ein wesentlich ausgeglicheneres Pony geworden. Er geht nicht mehr durch, man kann mit ihm auch in der Gruppe ausreiten und manchmal darf sogar ein anderes Pferd vor ihm laufen; er ist ruhig und unkompliziert im Umgang und sehr ehrgeizig im Wettkampf. Von Vorteil ist auch, dass er über einen ordentlichen Trab verfügt (den er bis zu einer Geschwindigkeit von knapp 24 km/h gleichmäßig halten kann), da Tölt aus meiner Erfahrung heraus auf langen Strecken zu anstrengend für das Pferd wird.
Ich hoffe, dass er mir noch viele Jahre im Distanzsport erhalten bleibt und seine wohlverdiente Rente noch in weiter Zukunft liegt.
Distanzreiten im Allgemeinen – und das Isi-Distanz-Team im Speziellen
Beim Distanzreiten kommen unter dem Motto „Angekommen ist Gewonnen“ alle Reiter und alle Pferderassen zusammen. Im Wettkampf werden zwischen 25 km (Einführungsritte) und 160km (die Königsdisziplin, der sogenannte Hundertmeiler) bewältigt. Ein Einführungsdistanzritt wird nach Leistungsklassen nicht nach Einzelplatzierungen gewertet, außerdem gibt es eine Tempobegrenzung von durchschnittlich maximal 12 Stundenkilometern. Pferd und Reiter sollen hier schonend an diesen schönen Sport herangeführt werden, bei dem der Partnerschaftsgedanke Reiter-Pferd und die Gesundheit des Distanzpferdes an erster Stelle stehen. Vor, während und nach dem Distanzritt wird das Pferd in mehreren tierärztlichen Verfassungskontrollen eingehend untersucht. Nur ein gesundes und fittes Pferd darf auf die Strecke.
Und über einen Einführungsritt sind auch Andrea und ich zum Distanzreiten gekommen. Wir lernten uns vor ca. vier Jahren auf einem Einsteigerseminar für Distanzreiter kennen und starten seitdem zusammen auf Distanzritten. Ihre Stute Lara (lustigerweise eine Cousine von Lysir, was vermuten lässt, das die beiden ihre Lauffreudigkeit von ihrem Großvater vererbt bekommen haben) passt von Tempo und Gemüt sehr gut zu meinem Isi, was das gemeinsame Reiten besonders angenehm macht. Aus diesem Grund sind wir auf den Ritten auch schon bekannt als das Isi-Distanz-Team oder “ah – ihr seid doch die zwei mit den Isländern”.
Weitere Informationen zum Distanzreiten gibt es auf der Homepage des Vereins der Distanzreiter unter www.vdd-aktuell.de
Anschließend finden Sie die Rittberichte des Isi-Teams 2011:
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