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Westfalens Highlander (Mai 2004)

Am Samstag, 8. Mai 2004, war es wieder soweit.
Das Auto wurde vollgepackt, Taran auf den Anhänger geladen und auf ging es nach Kalletal zu Barbara und Jürgen Zimmermann. Ich freute mich schon, denn ich war schon 2 mal da und war jedesmal begeistert. Ein kleines bisschen war ich unsicher, denn es sollte die Premiere mit Hufschuhen in so anspruchsvollem Gelände sein.

Diezweieinhaolbstündige Fahrt war schnell vorüber und nach einer freudigen Begrüßung sind wir zu unserer Übernachtungswiese gefahren, haben Taran abgeladen und den Paddock aufgebaut. Dann hörten wir, dass der Tierarzt für die Voruntersuchung schon da sei.
Wir haben Taran dann schnell geschnappt und auf zu Claudia Zerlik. Taran wurde durchgecheckt, doch beim Vortraben lief er hinten links ganz komisch.
Nach ein paar Schritten wurde es aber deutlich besser. Claudia meinte, es könne sein, dass er von der langen Fahrt bergauf, bergab und um Kurven etwas steif sei. Vielleicht lag es auch an der etwas ungünstigen Vortrabstrecke auf dem Schotter. Ich sollte mit ihm ein wenig spazieren gehen und kontrollieren, ob er evtl. etwas im Hufschuh hat. Gesagt, getan. Nach 15 Minuten sind wir nochmal hin und dann war alles OK!! Gott sei Dank!

Danach wurdeTaran wieder zurück in seinen Paddock gebracht. Aber wie immer gefiel ihm das Gras in seinem Paddock nicht, da das Gras außerhalb natürlich viel besser ist.
Also versuchte er den E-Draht zu zerstören. Netterweise haben uns unsere Nachbarn Strom „geliehen“ (Dank nochmal an K-W und Petra!) und auf einmal war der kleine Haflinger mit dem zufrieden was er hatte ;-)

Ich werde mir jetzt eine Weidezaungerät zulegen müssen. Und da meint man manchmal, man hat alles für\’s Pferd …
Danach wurde unser Zelt aufgebaut und anschließend haben wir uns mit lecker Grillwürstchen und Nudelsalat gestärkt. Die Vorbesprechung war wie immer sehr detailliert und abenteuerlich erklärt!! Super, so wissen auch Neulinge schnell bescheid.
Leider wurde es schnell sehr kalt, also ab in die warmen Schlafsäcke.

Ohropax sei Dank habe ich gut geschlafen und den Terror-machenden Haflinger aus dem Nachbarpaddock nicht gehört! – Grüße an Anke mit Beppo ;-)

Am nächsten Morgen wurden unsere Lebensgeister mit einem guten Frühstück und heißem Kaffee wieder wach.
Um 10.05 Uhr sollte ich starten, also 9.30 Uhr Taran fertig machen, etwas warmreiten und ab zum Start. Es wurde in 4er Gruppen gestartet. Kurz nach dem Start sagte meine Mitreiterin Anke, dass ich einen Hufschuhe verloren habe. Ich schnell zurück, Schuh wieder angezogen, Seile nochmal strammer gespannt und schnell hinter den anderen her.
Bald hatte ich sie wieder eingeholt. Es ging wieder ordentlich bergauf und bergab, aber mein kleiner “Flachlandtiroler” meisterte das mit Bravour! Im Laufe des Rittes setzten Anke und ich uns ab. Die beiden Haffis liefen super zusammen.

Bald kam schon die Radarfalle. Taran hatte einen Puls von 56! Ich war begeistert! Die Pferde konnten saufen, nur ich wäre fast verdurstet, doch Oskar rettete mich mit einer Cola.
Danke nochmal! Anke durfte auch sofort weiter und auf gings. Nach gar nicht allzulanger Zeit, nach 18km, kam schon die Pause. Da musste man kurz warten und dann vortraben. Alles OK. Es war alles etwas eng, aber die Pferde blieben alle friedlich. Nach 20 Minuten wurde nochmal der Puls nachgemessen und nach 30 Minuten konnten Anke und ich uns wieder in die Berge stürzen. Ein Berg war besonders krass, es ging kilometerlang ziemlich steil bergauf.
Taran hat sich so tapfer da hoch gekämpft. Ich bin auf die Leistung echt stolz! Bald kam schon das Schild “2km bis zum Ziel”.
Wir waren so gut in der Zeit, dass wir den Rest der Strecke Schritt ritten bzw. führten, obwohl Taran lieber weiter getrabt wäre. Im Ziel angekommen sind wir direkt zum Auto, Sattel ab und ab zum 20-Minuten-Messen. Nach 2 Stunden war dann die Nachuntersuchung – alles in Ordnung!!
Leider konnte ich nicht auf die Siegerehrung warten, denn ich musste noch die zweieinhalb Stunden zurück fahren und am nächsten Tag um 5Uhr aufstehen. Das wäre mir sonst alles zu spät geworden.

FAZIT: Ein Super-Distanzritt! Für mich war es ein GALAKTISCHER Tag!! Der kleine Taran ist so super gelaufen, er wird von Jahr zu Jahr besser! Die Hufschuhe haben den Rest der Strecke gehalten und haben somit für mich den Härtetest bestanden!! Das Gelände ist anspruchsvoll und nicht einfach, aber zu schaffen.
Vom Boden her ist alles da (Sand, Gras, Asphalt, Schotter). Die Organisation ist jedes Mal top, die Atmosphäre super nett und die Markierung könnte besser nicht sein (Karte braucht man nicht). Ich war jetzt das 3. Mal dabei und komme, wenn alles gesund bleibt, nächstes Jahr 100%ig wieder!!

Jenny Engler & Taran