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Eisborn (Mai 2004)

Foto:Barbara-Jochum


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Böse Zungen behaupten, die landesweit bekannte “Hölle von Eisborn” bezöge sich weniger auf die Anforderungen der zugegebenermaßen anspruchsvollen Strecke, sondern eher auf die ausschweifenden Trinkgelage vor und nach dem Ritt. Praktisch eine Dauerparty.

Ehedem ist Eisborn über die Region hinaus bekannt wegen seines Schützenfestes und des dieses WE stattfindenden grössten Scheunenfestes des Sauerlandes, darüber hinaus noch das Feuerwehrfest und die vielen Geburtstage der “Dornsiepen Clique” :-)

Wir waren mit zwei Pferden zum 90 km Ritt angereist: Momo, eine mittlerweile 17 jährige AA Stute von Ginger, derzeit unter meiner Tochter Lisa (noch) Jugendmeisterin und Singapor, ein 7 jähriger Seoul Sohn a.d. Silver Charm v. Strike. Ein Vollblutaraber im Besitz von Barbara Jochum.

Lisa hatte Singapor (auch “Schröder” genannt) bereits auf dem Scheidter Hof dieses Jahr erfolgreich geritten und ging in Eisborn erstmals die 90 km Marke mit dem Wallach an.

Für Momo sollte es ein Trainingsritt unter “erschwerten” Bedingungen sein (ich als Reiter mit 80 Kilo Lebendgewicht!).

Leider durfte Momo nicht starten, weil es offensichtlich unter den Tierärzten unterschiedliche Meinungen gibt, was den Zeitpunkt der Zweitimpfung im Rahmen der Grundimmunisierung betrifft. Lisa sah dies im Gegensatz zu mir recht entspannt, da sie sowieso nicht so unbedingt glücklich war, dass ich ihre Stute reite!

Der Start Sonntagmorgen erfolgte sehr diszipliniert und gekonnt. Die 16 Reiter/innen legten die ersten Kilometer über Asphalt zurück. Als dann das richtig reitbare Gelände begann, drückte Gabriela Förster mit Zaim aufs Tempo und zusammen mit zwei weiteren Reiterinnen, unter ihnen auch Lisa, ging es sehr schnell zum ersten Gate nach 20km. Nach 1 Std.8 Min. erreichten die drei das Gate. Für diese Strecke eine sehr hohe Leistung, zumal es im Laufe des Tages durch Hitze und Strecke noch zu hohen Belastungen kommen sollte.

Singapor war mit drei Minuten Regeneration der schnellste im Vet-In, kurz darauf Zaim, der aber leider lahm ging. Die schwierige und harte Strecke hatte ihr erstes Opfer gefordert!

Lisa und Singapor setzten ihren Ritt von hier an alleine fort, was sich auch bis zum Ziel nach 90 km hinziehen sollte. Die Verfolger, die in der ersten Runde die drei hatten ziehen lassen, blieben in sicherem 20 minütigem Abstand. Unter ihnen Andrea Ladenthin, mittlerweile bei den Senioren mit Angelika 20, Anja Schön mit dem AA Hengst Abouch.d.Pr., Heike Eberhard mit Ricco, der hier seine 7000 km in der Wertung beendete, Andrea Hassel mit Stoiki und Verena Müller mit Anou 2.

In dieser Reihenfolge trafen dann auch die Verfolgergruppe in kurzen Abständen im Ziel ein. Insgesamt gab es bei 15 Startern trotz sorgfältigster tierärztlicher Überwachung nur 2 Ausfälle. 2 Reiterinnen beendeten den Ritt bei 65 km in der Wertung.

Die Siegerzeit lag bei 6:19:42, damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,8 km/h, ein ordentliches Ergebnis für den 7 jährigen Wallach, der hier die Farben seines Vaters und seiner Reiterin ausgezeichnet vertreten hat.

Neben dem 90iger Ritt nahmen viele vor allem ortsansässige Teilnehmer die 30, 45 und 65 iger Wettbewerbe war. Auch hier erfreulich wenige Ausfälle und ein buntgemischtes Bild von Rassen und Reitern aller Altersgruppen.

Von den Eisbornern ist man es gewöhnt und eigentlich nicht besonders erwähnenswert: der Ritt wurde durch das Team rund um Yvonne Hörnes hervorragend organisiert und durchgefürt.

Franzz Brück