Distanzritt und -fahrt in Holzerode vom 13.-15.05.2011
Über 100 Starter konnten Dr. Juliette Mallison und ihr Helferteam in Holzerode bei Göttingen begrüßen. Das große Angebot an verschiedenen Streckenlängen von 5 km Kinderdistanz, 10 km Einsteigerritt sowie 25 km, 40 km, 50 km, 65 km, 90 und 100 km sowie Mehrtagesritte über 90 und 50 bzw. 65 und 50 km hatte Starter aus ganz Deutschland angelockt. Außerdem wurde am Freitag eine Rittigkeitsprüfung analog der Rittigkeitsprüfung für das Jungpferdechampionat angeboten, die mit 9 Startern gut besetzt war. Als Richter war Herr Fütterer, bekannt von regionalen Turnieren, vor Ort und erfreute sich an gut gymnastizierten Distanzpferden. Hier haben die Distanzreiter und ihre Pferde Pluspunkte gesammelt und ein sehr gutes Bild abgegeben.
An der inzwischen als Veranstaltungsort bewährten Grillhütte in Holzerode gab es reichhaltige Verpflegung zu kleinen Preisen. Auf der Wiese oberhalb der Grillhütte stand reichlich Platz für Paddocks zur Verfügung, und trotz der Trockenheit der letzten Wochen stand dort reichlich Gras. Einen Landwirt zu haben, der einem eine solche Wiese vor dem ersten Grasschnitt zur Verfügung stellt, ist ein Extra-Lob wert. Das VetGate war Dank der Unterstützung von RoFlex professionell aufgebaut, Wasser stand in großen Fässern, die regelmäßig aufgefüllt wurden, zur Verfügung. Duschen konnten Reiter und Trosser in der nahegelegenen Sporthalle.
Am Samstag ging es dann auf die vier verschiedenen Runden rund um Holzerode. Landschaftlich besonders schön ist die 35 km Runde um den Seeburger See. Die weiteren Runden mit Streckenlängen von 15, 10 und 5 km führten nach Spanbeck, Krebeck und Billingshausen. Die Strecke kann getrost als bergig bezeichnet werden. Schotterwege, zum Teil mit bereitbaren Randstreifen sowie Wiesenwege ließen sich bei dem trockenen Wetter gut reiten. Asphalt lässt sich leider nicht vermeiden, doch auch hier gab es häufig einen bereitbaren Randstreifen.
Das VetGate war trotz recht weniger Helfer gut organisiert, längere Wartezeiten gab es nicht. Lediglich die unterschiedlichen Pausenzeiten auf den verschiedenen Strecken sorgten teilweise für Verwirrung.
Besonders der Einsteigerritt über 10 km erfreute sich großer Beliebtheit. Viele der Starter nahmen das Angebot der Veranstalter an, für den nächsten Tag ohne Nachnenngebühren einen Ritt nachzunennen.
Am Samstagabend nach den Siegerehrungen gab es eine nachträgliche Geburtstagsüberraschung für Juliette: Teilnehmer und Freunde stimmten ein Geburtstagsständchen an und entzündeten Wunderkerzen. Danach gab es Kuchen und Sekt zu Juliettes 65. Geburtstag, den sie zwei Wochen zuvor begangen hatte.
Am Sonntag ging es in aller Frühe weiter mit den Starts auf die 50, 40 und 25 km sowie dem zweiten Tag der Mehrtagesritte. Zudem wurde der begehrte Best Condition vergeben.
Bis Sonntag-Nachmittag hielt sich das Wetter, es wehte zwar ein zum Teil kalter Wind, aber es blieb vorerst trocken. Kurz nach dem Start auf den 5 km Kinderritt entlud sich jedoch ein heftiger Gewitterschauer mit Hagel, Sturm und heftigem Regen. Die meisten Kinder und ihre Begleiter trotzten dem Unwetter, einige Teilnehmer wurden jedochvöllig durchnässt von der Strecke abgeholt.
Bei der Siegerehrung erhielten dann alle Kinder eine Schleife, und so war die Enttäuschung, den Ritt nicht beendet zu haben, schnell vergessen.
Alle Ritte waren auch als Fahrten ausgeschrieben, jedoch war Manfred Wanitschka der einzige Fahrer der gesamten Veranstaltung.
Yvonne Kirstan