VDD Logo

VDD Banner


Seite Drucken


Fichtelbergritt (Juni 2004)









War es anfangs noch unsicher, ob der Ritt auf Grund der recht wenigen Nennungen stattfinden würde, gab Silvia Fischer dann doch den Startschuss. Am Freitagnachmittag kamen die Ersten an.
Die Letzten der 8 Starter erreichten Markersbach nach sieben Stunden Fahrt inklusive Stau um 22Uhr.
Bei einer gemütlichen Runde gab Silvia den Reitern und Trossern die letzten Informationen über die Strecke und dann ging es für die meisten langsam aber sicher ins Bett, schliesslich war ja am nächsten Morgen um 6.30Uhr die Voruntersuchung.
Durch die kamen auch alle und so konnten Marion Nerlich und Rico Müller um 8Uhr als Erste auf die Strecke. Es wurde mit einem Abstand von fünf Minuten gestartet. Die Paare, die gemeinsam auf die Strecke gingen, blieben auch alle bis zum Schluss zusammen.

Das Geläuf verlangte den Pferden einiges ab. Durch den langen und heftigen Regen der letzten Tage waren die Wege sehr weich und teilweise rutschig.
Auf den ersten 10 Kilometern kam das von vielen Reitern gefürchtete Schlammloch, das eigentlich schon mehr eine große Schlammgrube war, die aber ohne größere Schwierigkeiten von allen überwunden wurde. Am 1. Stopp bei 20km überraschten alle Pferde mit sehr guten Pulswerten und so konnte es nach 30 Minuten Pause für alle auf den nächsten Teil der Strecke gehen.
Dieser war mit Sicherheit der anspruchsvollste, denn hier ging es viele Kilometer steil bergauf immer entlang der tschechischen Grenze. Einige Kilometer später wurde der Fichtelberg von den Pferden erklommen. Allerdings machte uns hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung, da es nun wie aus Kübeln schüttete.
Aber trotz dessen konnte man die herrliche Aussicht vom Fichtelberg genießen, die einige Reiter zu einem kleinen Stopp ausnutzten. Von hier waren es noch ca. 7km bis zur zweiten Pause bei Kilometer 40.
Das Wetter besserte sich langsam und die Pulswerte der Pferde waren noch genauso toll wie beim ersten Stopp. Alle konnten auf die letzten 20km der Strecke gehen.

Das Ziel erreichten als Erste nach einem anstrengenden, teilweise sehr nassem Ritt mit trotzdem immer wieder wunderschönen Aussichten, Marion Nerlich auf Lesley und Rico Müller mit seinem Haflinger Stürmer. Dieser absolvierte hier im Übrigen seinen ersten Distanzritt.
Kurze Zeit später kamen dann Wenke Löwel mit Saphir Ibn Estawan und Carola Bönsch mit Gin Tonic an, dicht gefolgt von Sibylle Matzdorf auf Kiasso und Sabrina Kolb mit Dunjaii. Und auch Anja Fischer mit Nino und Jens Hartmann mit Dancer erreichten das Ziel glücklich.
Nun konnten sich alle ihren Pferden und sich selbst zuwenden, denn die Nachuntersuchung würde erst am nächsten Morgen stattfinden. Abends saßen alle Reiter, Trosser und Helfer gemütlich bei Gitarrenklängen am Lagerfeuer und ließen diesen langen, aber schönen Tag gemeinsam ausklingen.
Auch die Nachuntersuchung schafften alle Pferde. Zum Teil waren diese in einem besseren Zustand als ihre Reiter. Für 10Uhr war dann die Siegerehrung angesetzt, bei der es für jeden Helfer und Reiter tolle „Fichtelberg T-Shirts“, schöne Stallplaketten und diverse andere Preise gab.
Zum Abschluss wand sich der Tierarzt Dr. Soller nochmal an alle. Er sprach sein Lob den Pferden und ihren Reitern aus, da diese alle sehr vernünftig geritten waren. So konnten alle diesen Ritt in der Wertung beenden. Zu Recht sprach er von einem der schönsten Ritte in seiner langen Laufbahn.
Fazit: Es war ein toller Ritt, bei dem es mehr Preise als Reiter gab, mit einer erstklassigen Organisation. Einfach traumhaft! Nun bleibt nur zu hoffen, dass es beim Fichtelbergritt 2005 noch mehr Teilnehmer ins wunderschöne Erzgebirge zieht!
An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an alle Sponsoren, die diesen Ritt unterstützt haben (Josera, Nomad Sattelservice, Uelzener Versicherungen sowie an den Illustrator Sven-Lassen Buchholz).

Sabrina Kolb