Pfungstätter Moor (März 2004)
 ©Doris-Melzer
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Die Frühlingsgefühle waren zwar wetterbedingt etwas gebremst, als am dritten März-Wochenende der erste Distanzritt der Saison 2004 im süddeutschen Bereich stattfand, der unter dem Namen “Pfungstätter Moor” seine Premiere hatte.
Stürmischer Wind und Regenschauer hielten jedoch die 53 Reiter in ihrer Begeisterung nicht davon ab, sich nach der Winterpause mit ihren Pferden auf die 35 km lange Strecke zu begeben.
Die Crumstädterin Manuela Bal hatte als Veranstalterin wiedermal ein Händchen für einen schönen Ritt und bot eine gut zu reitende, mit Kalk markierte Strecke, die zunächst in nordöstlicher Richtung bis zur ersten Tierarztkontrolle führte. Nachdem die Pferde auf Puls- und Atemwerte kontrolliert waren, ging es in südlicher Richtung weiter, um Pfungstadt herum bis nach Alsbach-Hähnlein. Ein buntes Bild bot sich hier beim halbstündigen Stop.
Die auf Distanzritten übliche Rassenvielfalt vom Araber, über den Oldenburger, Haflinger, Connemara und Fjord, um nur einige zu nennen, ließ keine Langweile aufkommen. Während die Pferde den Tierärzten vorgetrabt und eingedeckt, gefüttert und getränkt wurden, nahmen sich die Reiterfreunde, unter ihnen auch der amtierende Deutsche Distanzmeister Stefan Zöller (Erlenbach) ein wenig Zeit zum fachsimpeln.
Die meisten Reiter waren aus der Region, einige hatten aber weitere Fahrten, wie z.B. aus Würzburg oder Freiburg, nicht gescheut, um hier teilzunehmen.
Ein Blick noch auf den Melibocus, dann ging es für die windzerzausten Reiter flott durch Pfungstätter Moor zurück nach Crumstadt, wo nach der tierärztlichen Nachuntersuchung ein leckeres Buffet wartete.
Dass das Distanzreiten fit und jung erhält bewies Inge Harbach (Mittelbuchen). Die langjährige, erfahrenene und erfolgreiche Distanzreiterin, Veranstalterin und Richterin liess es sich nicht nehmen, ihren siebzigsten Geburtstag zünftig im Sattel ihres Fjordpferdes „Nehrung“ zu feiern und hängte mit einer Reitzeit von 2 Stunden und 53 Minuten noch manch jüngeren ab.
Am schnellsten hatte das Dreiergespann Peter Hertel (Heppenheim) mit dem Anglo-Araber „Gandalf“, Christine Schaab (Heppenheim) mit dem Traber Seattle und Wolfgang Rösel (Kleinwallstadt) mit der Araberstute „Taraba“ die Strecke zurückgelegt.
Christine Schaab erhielt die VDD-Goldschleife für das beste Großpferd.
© Doris-Melzer