Triangel Federweiß am 2.10.2010
 Fotos: M. Cortnum
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Herbstlaub im Sonnenschein, so präsentierte sich der Hunsrück zur Anfahrt zum Schlößchen Wasem bei Hennweiler. Doch leider sollte es nicht so bleiben.
Im Laufe des Abends füllte sich die großzügige Paddockwiese mit den 21 Pferden, die zur Triangel Federweiß des Feuerkreis e.V. angereist waren. Durch die fortgeschrittene Jahreszeit war nicht mehr so viel Gras vorhanden, so dass Heufütterung unabdinglich war. Zur Not kann hier der Veranstalter aber auch immer aushelfen.
Die Begrüßung erfolgt mit Prosecco und Apfelkuchen vorm Schlößchen, wo jeder Starter auch seine schwarz-weiße Karte, sowie Checkkarten und Telefonnummern von Veranstalter und anderen Teilnehmern erhält.
Die Zufahrt verwandelte sich durch die Regenfälle der letzten Tage für einige Teilnehmer in eine Falle für ihre Nicht-Allrad-Fahrzeuge. Hier wurde jedoch schnell mit einem geländetauglichen Fahrzeug ausgeholfen und die Liegengebliebenen abgeschleppt.
Am nächsten Tag konnte die Wiese auf leicht abfallendem Weg am anderen Ende verlassen werden.
Das Teilnehmerfeld bestand überwiegend aus alten Bekannten, doch auch Neulinge sind jederzeit herzlich willkommen auf dem Schlößchen, für Kartenritt-Anfänger empfielt sich die Anschaffung der angegebenen Farbkarten. Angeboten wurden Streckenlängen von 41, 61 und 81km, dieser Ritt kontte auch früher in der Wertung beendet werden. Bei den kürzeren Strecken muss zum Ziel transportiert werden.
Alle sammelten sich in der Remise, wo eine Küche, Dusche, Toilette und auch Schlafgelegenheiten zur Verfügung stehen. Doch keiner musste selbst zum Kochgeschirr greifen, Veranstalterin Christine Andres bekochte alle mit Pilzsuppe und Bandnudeln mit Steinpilzen – in den heimischen Wäldern selbst gepflückt.
Auch Getränke – nicht nur Federweißer – stehen reichlich zur Verfügung, gegen eine Spende in die Getränkekasse.
So saßen einige auch nach der Vorbesprechung gemütlich zusammen.
Am nächsten Morgen kam dann das nasse Erwachen. Der für acht Uhr angesetzte Start wurde wetterbedingt auf neun Uhr verschoben und alle stärkten sich nochmal beim Frühstück im Trockenen. Nach einer zügigen Voruntersuchung ging es dann im Massenstart auf offener Wiese auf die Strecke.
Wer bei einem barfußfähigen Ritt eine flache Rennpiste erwartet ist hier fehl am Platz. Das Geläuf besteht zum größten Teil aus Wiesenwegen und weichen Waldwegen, gelegentlich von etwas Schiefergestein durchsetzt. Die Asphaltanteile sind nicht nennenswert. Dafür bietet der Hunsrück ein paar Höhenmeter, steile An- und Abstiege, gefolgt von wunderschönen Bachtälern. Insbesondere bei nassem Wetter ist umsichtiges Reiten geboten, denn das schöne Geläuf kann dann schnell rutschig werden, teilweise matschig tief und anspruchsvoll für jede Art von Hufschutz und einige schmale Pfade sind manchmal sicherer geführt zu bewältigen.
Der Regen verzog sich bald nach dem Start, es blieb bewölkt, aber trocken. Nach Wiesenwegen zum Anfang führt die Strecke durch den Wald ins Hahnenbachtal, an einem kleinen Ort vorbei und auf der anderen Seite wieder auf die Höhe rund um den Junkersberg und hinunter zum Wildenbach. Nach 18km wurde die erste Pause (30 Minuten) am Hosenbach erreicht. Die Pferde konnten sich an reichlich Gras auf der Wiese am Waldrand laben.
Leider kam hier für ein Pferd bereits das Aus. Nachdem der Puls recht lange bei 64 hing bewies Tierarzt Schorsch Sauer den richtigen Riecher und stellte eine erhöhte Temperatur fest.
Weiter ging es über sanfte Hügel, durch Wälder und weitere Bachtäler. Die geschickt gesetzten Kontrollpunkte sorgen dafür, dass Streckenvariantionen sich nicht in Kilometerkürzungen niederschlagen. Die zweite Pause bei km 39 hatte ebenfalls wieder viel Gras für die Pferde und Christine Andres servierte das zweite Frühstück, frische Brötchen, Brot, Käse und Wurst, sowie Kaffee und Getränke aus ihrem Bus. Nach 40 Minuten ging es auf gleichem Weg zurück. Wenige km weiter war das Ziel für die Reiter des KDR und diejenigen die den LDR früher in der Wertung beenden wollten. Die anderen Reiter konnten den Parkplatz zum Tränken nutzen.
Wieder über einige Hügel und noch mehr Bachtäler, inklusive Wasserdurchritt wurde die dritte Pause bei km 61 (30 Minuten) erreicht, wo Schorsch Sauer die Pferde nochmals genau untersuchte.
Zwei Hügel später die letzte Rittunterbrechung (30 Minuten), mit reichlich Gras, bevor es auf die letzten 16km wieder ins Hahnenbachtal geht. Mehrere Furten, die auch mit Ponys noch ohne nasse Füße zu durchqueren waren bieten reichlich Gelegenheit zum Tränken bevor es wieder auf die Höhe geht. Hier kommt man am Ende wieder auf die morgendliche Strecke zurück zum Schlößchen. Günstig für die letzten Reiter die in T7 noch ein wenig Gespensterstimmung im Nebel und bei einbrechender Dunkelheit genossen. Zur Nachuntersuchung wurde dann die Trabstrecke beleuchtet, bevor es ans Feiern ging.
Federweißer und Zwiebelkuchen standen bereit. Der Feuerkorb auf der Terrasse verbreitete wohlige Wärme.
Am nächsten Morgen kam zur Siegehrerung wieder die Sonne durch den Nebel und bescherte eine wundervolle Herbststimmung. Alle Teilnehmer waren eingeladen sich beim Frühstück oder Apfelkuchen zu stärken und die Sonne auf der Terrasse am See noch ein wenig zu genießen. Ein paar Reiter der kurzen Strecke nutzten das herrliche Wetter noch für einen gemütlichen Ausritt.
19 von 20 Pferden waren in der Wertung, zwei Langstreckenreiter hatten den Ritt bei 41 bzw. 61km in der Wertung beendet. Siegtempo des LDR: 4,9.
Der Best Condtion ging an Kimbal von Bert Fichtel.
Stefanie Prasch