18. Herbstlaub Distanz am 11.-12.09.2010 in Bürstadt
Ich wollte die diesjährige Distanzsaison mit einem LDR im Flachland beenden.
Also reiste ich, kurz entschlossen, vom rauen Westerwald ins sonnige, warme Südhessen.
Die Ankommenden wurden sofort von Organisator Michael freundlich empfangen und bekamen einen Padockplatz in einem abgeschlossenen Areal, so dass auch wirklich keins der Pferde auf die nahgelegene Bahntrasse gelangen konnte. Ein vorbeirauschender ICE sorgte natürlich prompt bei meinem Pferd für große Aufregung, während der Voruntersuchung. Aber bei geschätzten 20 Zügen pro Stunde gewöhnte sich jedes Pferd schnell an das ungewohnte Monster. Die abendliche Vorbesprechung fand im Vereinsheim der Taubenzüchter statt, die auch hervorragend für die Bewirtung sorgten.
Zu einer sehr reiterfreundlichen Zeit, ab 8.00 Uhr, gingen am Samstag die 81km-Reiter, mit gleitendem Start, auf die Strecke. Nachfolgend ritten dann die 61km, 41km und 32km-Reiter los. Auf zunächst gut markierten Wegen führte die Strecke durch eine reizvolle Landschaft. Sandige Reitpfade in dichten grünen Herbstlaubwäldern wechselten sich ab mit breiten Wegen durch Wiesen und Heideflächen. Es wurden keine Ortschaften durchritten.
Für die 81km Reiter gab es nur zwei Straßenüberquerungen. Ich hätte nie gedacht, dass man in einem Ballungsgebiet mit soviel Infrastruktur so „einsam“ reiten könnte.
Das pferdefreundliche Geläuf hatte allerdings auch seine Tücken. Es gab eine relativ hohe Ausfallquote von 5 Reitern bei 46 Startern. Bei den guten Bodenverhältnissen wird man verleitet schnell zu reiten. Es können jedoch immer mal wieder tiefere Sandverwehungen auftauchen, die einem frischen Galopp ein plötzliches Ende bereiten.
Auch für die LDR-Reiter war ein trossloses Reiten möglich, da es sowieso an einigen Streckenabschnitten wenig Trossmöglichkeiten gab. An den abgelegeneren Kontrollpunkten stand aber Wasser für Pferd und Reiter bereit, für Reiter auch Apfelschorle. Die Pausen waren für die 81km-Strecke eher knapp bemessen. ¼ Stunde bei km 25 und ½ Stunde bei km 45. In beiden Pausen gab es Snacks und Getränke für Reiter und Pferd. Michael übernahm den Decken- und Futter-Mitbringservice für trosslose Reiter.
Auf dem letzten Streckenabschnitt der 81km Reiter hatten vermutlich fleißige Jagdpächterhände die Markierungen an einigen Stellen der Strecke entfernt. Die Orientierung anhand der, zum Glück, farbigen Streckenkarte war für mich als Kartenlegasteniker nicht gerade einfach. Aber auch ich habe den Weg zurück gefunden.
Bei der abendlichen Siegerehrung in lockerer, freundschaftlicher Atmosphäre, verriet der Tierarzt noch einen Tipp, wie man sein Pferd gut durch die TA–Kontrolle bringt.
Leider verließen einige Reiter vorzeitig, nachdem Sie ihre Preise in Empfang genommen hatten, die Veranstaltung. Das ist nicht nur unhöflich, den anderen Reitern gegenüber, sondern auch gegenüber den Veranstaltern und Helfern, die immer superfreundlich und hilfsbereit waren. Die Platzierungen können in den Ergebnislisten nachgesehen werden.
Nur kurz erwähnen möchte ich noch Sindbad, ein 1,14m kleiner Shetty-Mix, der die 32km als 2. beendet hat, und Sawloma, eine 31 Jahre junge Araber-Partbred Stute, die mit ihrer sehr jungen Reiterin auf Platz 4 den 61km Ritt beendete.
Nach einem schönen Frühstück unter freiem, sonnigem Himmel, traten am Sonntag 4 Pferde für den Konditionspreis an, den Chico Chocolate Chip, ein Appaloosa, gewann. Zitat seiner Besitzerin Shaun Armstrong „Er denkt er ist ein Araber.“
Es war ein perfekt organisierter, schöner Ritt bei sommerlichen Temperaturen in freundschaftlicher Atmosphäre. Es stimmte einfach alles. Die Puls–Kontrollen gingen zügig. Es gab fast keine Wartezeiten bei den Tierärzten, die immer kompetent und freundlich waren, auch bei etwas zickigen Pferden. Alles lag sehr zentral und war auf kurzen Wegen zu erreichen. Ich komme gerne wieder.
Kati Trzinski
Herbstlaub Distanz
Die 18. Herbstlaub Distanz vom Pferdesportverein Bürstadt e.V. fand vom 10. bis zum 12. September statt. Es wurden wieder zahlreiche Distanzwettbewerbe angeboten. So konnten die Reiter zwischen 32, 41, 61 und 81 Kilometer langen Strecken wählen.
Ab 8.00 Uhr gingen am Samstag die 81km-Reiter auf die Strecke. Einige Zeit später starteten die Teilnehmer auf die 61, 41 und 32 langen Strecken mit sehr pferdefreundlichem Geläuf. Auf markierten Wegen führte die Strecke durch eine sehr reizvolle Landschaft. Sandige Reitpfade in dichten grünen Herbstlaubwäldern wechselten sich mit breiten Wegen durch Wiesen und Heideflächen ab. Unterwegs gab es kaum Straßenüberquerungen oder zu durchquerende Ortschaften, sodass die Reiter kurzzeitig die Zivilisation weit hinter sich lassen konnten. Unterwegs wurden die Reiter meist von ihrer Crew betreut. An den abgelegeneren Kontrollpunkten stand Wasser für die Pferde und Getränke für die Reiter bereit.
Nachdem alle wieder im Ziel angekommen waren und die abschließende Tierarztuntersuchung bestanden hatten warteten alle gespannt auf die Siegerehrung.
Die abendliche Siegerehrung wurde in einer lockeren und freundschaftlichen Atmosphäre abgehalten, bei der der Tierarzt sogar Tipps für das Vorstellen der Pferde in den Tierarztkontrollen gab.
Besondere Highlights waren in diesem Jahr das Shetty-Mix Sindbad und die 30-jährige Stute Sawloma. So startete erneut Sindbad, ein 1,14m kleiner Shetty-Mix der die 32km mit der zweitschnellsten Zeit beendet hat. Beachtliches leistete auch die 30-jährige Araber-Partbred Stute, die mit ihrer sehr jungen Reiterin den 4. Platz auf der 61km Distanz erreichte.
Auf der 32 Kilometer langen Strecke wurden, da es ein Einführungsritt war, keine Platzierungen vergeben, sondern in Leistungsklassen gewertet. Dabei konnte sich ein Reiter in Leistungsklasse 1, 6 Reiter in Leistungklasse 2 und 3 in Leistungsklasse 4 platzieren.
Die 41 Kilometerdistanz wurde von vier Reiterinnen auf Trabern gewonnen, die alle vier Hand in Hand ins Ziel ritten. Dazu gehörten: Maresa Krämer mit Star Challenge, Janina Frank mit Ace von Ostergard, Jasmin Mohnke mit Olympias Joie und Nicole Volk mit Kabyte Le Prince. Sie benötigten für die 41 Kilometer 2 Stunden und 37 Minuten (15,67km/h).
Johannes Barth mit dem Araberwallach Machir und Patricia Heß mit Thacashy teilten sich den ersten Platz auf dem mittleren Distanzritt von 61 Kilometern Länge. Sie benötigten 4 Stunden und 41 Minuten für die Strecke. Platz drei belegte Vanessa Zehaczek mit dem englischen Vollblut Blaufichte 33 Minuten hinter den Erstplatzierten.
Die Langstrecke konnte Annette Mayer mit dem Araberwallach El Sahra Emile Zola für sich entscheiden. Sie benötigte 5 Stunden und 37 Minuten für die 81 Kilometer lange Strecke. Auf Platz zwei erreichte Kati Trzinski mit Masoud ibn Maisha das Ziel. Der Araberwallach benötigte 6 Stunden und 24 Minuten und war damit fast eine Stunde schneller als die beiden Drittplatzierten. Shaun Armstrong und Melanie Egner mit dem Appaloosa Chico Chocolate Chip und dem Haflinger Bella erreichten nach 7 Stunden und 21 Minuten Hand in Hand das Ziel. Das sich umsichtiges Reiten lohnt konnte am Folgetag Shaun Armstrong feststellen, als die Tierärzte Chico Chocolate Chip den Best Condition Preis verliehen. Der Best Condition wird von den Tierärzten an das Pferd, dass den Ritt am besten absolviert hat, verliehen.
Die Teilnehmer zogen ein positives Resümee über die Veranstaltung, Helfer wie Veranstalter waren das ganze Wochenende sehr freundlich und vor allem hilfsbereit. „Es war ein perfekt organisierter, schöner Ritt bei sommerlichen Temperaturen in freundschaftlicher Atmosphäre. Es stimmte einfach alles. Wir kommen gerne wieder!“