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Partymeilen im Reinhardswald











Seit mehr als 30 Jahren wird am zweiten Wochenende im September die Reinhardswalddistanz bei Kassel veranstaltet. Es werden 3 Streckenlängen angeboten: 45km, 68km und 91km Ritt und Fahrt. Die kontinuierlich hohen Starterzahlen sprechen bereits für die Beliebtheit und die gute Organisation durch Veranstalter Peter Gottlob und sein eingespieltes Team. Die Tierärzte und Helfer sorgen für einen flotten und reibungslosen Ablauf, mit einer inneren Ruhe, die dann auch auf die Reiter und Pferde abfärbt.
Die Versorgung während der Veranstaltung ist sehr gut, im Gasthaus neben der Paddockwiese werden Frühstück und Kaffee & Kuchen angeboten. Dort befinden sich auch die sanitären Anlagen. Ein Imbisswagen sorgt tagsüber für das leibliche Wohl. Für diejenigen, die auf Hotel Anhänger im Herbst verzichten möchten, kann im Gasthaus (zu unschlagbaren Preisen) in einem richtigen Bett genächtigt werden.

Das Festzelt ist der zentrale Treffpunkt für die schon recht kühlen Abende. Auch hier wird an jedes kleine Detail gedacht. Heizpilze sorgen für die richtige Wohlfühltemperatur. Musik und eine unerschöpfliche Menge an Bierkästen und Keiler für die richtige Stimmung. Es geht das Gerücht, dass so mancher Teilnehmer zu später Stunde weder Pferd noch Gespann erkannte und auf der Suche nach einem freien Bett über den Platz getragen wurde.

Aber nun zum eigentlichen Anlass der Veranstaltung. Die Strecke führt durch das bergige, dichtbewaldete Weserbergland mit einigen steilen An- und Abstiegen sowie auch landschaftlich wunderschönem, flachen Talstrecken, die zu einem auflockernden Galopp einladen.

Insgesamt ist die Strecke flüssig zu reiten oder wahlweise zu fahren, aber durchaus anspruchsvoll. Besonders in diesem Jahr meinte es Petrus gut mit der Wasserversorgung auf der Strecke und verwandelte prompt die (sonst gut zu reitenden) weichen Wege in eine rutschige Schlammschlacht. Der erste Streckenabschnitt war für die Pferde dadurch eine Herausforderung. Einige Beschläge verloren ihren Halt. Aber auch das ist kein Grund zum Verdruss auf diesem Ritt, in der ersten Pause wartete bereits ein Hufschmied, der für schnellen Ersatz sorgte. Diese Pause liegt auf der Strecke, die weiteren Pausen sind am Veranstaltungsort.

Nach der ersten Pause überwiegen befestigte Waldwege und die Strecke wird einfacher für die Pferde. Für wasserscheue Wüstentiere sei hier die Furt erwähnt, die auf der 45 km Runde zu durchqueren ist. Wieder am Veranstaltungsort angekommen, endet der Ritt für den KDR. Die Reiter auf den 68 km reiten nach der Pause eine verkürzte Schleife der ersten Runde, die 91km Reiter reiten diese Schleife zweimal, diese Strecken sind ohne die rutschige Passage. Die Markierung ist idiotensicher. Für Trosser ist dieser Ritt sehr zu empfehlen, die Wege sind kurz und die Trosspunkte gut zu finden. Auch für trosslose Reiter und Fahrer ist für Wasser auf der Strecke gesorgt. Durch die Pausen am Veranstaltungsort und Wasser alle 10km kann auch die lange Strecke ohne Tross geritten werden.

Bei strahlendem Sonnenschein fand wie geplant die Siegerehrung statt. Trotz der, in diesem Jahr, recht schwierigen Strecke konnte eine positive Bilanz gezogen werden, es gab erstaunlich wenig Ausfälle, die Reiter hatten sich gut auf die Bedingungen eingestellt.

Für die Langstreckenreiter wiederholte sich der gesellige Teil am Samstagabend im Festzelt und es erklang wiederholt spät in der Nacht helles Gelächter unter einem unglaublich klaren Sternenhimmel.

Vielen Dank für diese schöne Veranstaltung und nächstes Jahr kommen wir gern wieder zum Feiern. Und zum Reiten natürlich auch.

Andrea Nacke

Reinhardswald Distanz

Seit mehr als 30 Jahren wird am zweiten Wochenende im September die Reinhardswald-Distanz bei Kassel veranstaltet. Es werden 3 Streckenlängen angeboten: 45km, 68km und 91km, jeweils als Ritt und Fahrt ausgeschrieben. Die kontinuierlich hohen Starterzahlen sprechen für die Beliebtheit und die gute Organisation durch Veranstalter Peter Gottlob und sein eingespieltes Team.
Das Festzelt ist der zentrale Treffpunkt für die schon recht kühlen Abende. Auch hier wird an jedes kleine Detail gedacht, so dass die Party am Abend immer ausgelassen und lange ist.

Die Strecke führt durch das bergige, dichtbewaldete Weserbergland mit einigen steilen An- und Abstiegen sowie auch landschaftlich wunderschönem, flachen Talstrecken, die zu einem auflockernden Galopp einladen.

Insgesamt ist die Strecke flüssig zu reiten oder wahlweise zu fahren, aber durchaus anspruchsvoll. Besonders in diesem Jahr meinte es Petrus gut mit der Wasserversorgung auf der Strecke und verwandelte die sonst gut zu reitenden weichen Wege in eine rutschige Schlammschlacht. Der erste Streckenabschnitt war für die Pferde dadurch eine Herausforderung. Einige Beschläge gingen verloren, aber auch das ist hier kein Problem. In der ersten Pause wartete bereits ein Hufschmied, der für schnellen Ersatz sorgte.

Nach der ersten Pause überwiegen befestigte Waldwege und die Strecke wurde einfacher für die Pferde. Wieder am Veranstaltungsort angekommen, endete der Ritt für die Kurzstreckenreiter, die nur 45 Kilometer genannt hatten. Die anderen Reiter mussten noch einmal auf die Strecke, um entweder einmal oder zweimal eine verkürzte Schleife zu reiten.

Bei strahlendem Sonnenschein fand wie geplant die Siegerehrung statt. Trotz der in diesem Jahr recht schwierigen Strecke konnte eine positive Bilanz gezogen werden, es gab erstaunlich wenig Ausfälle, die Reiter hatten sich gut auf die Bedingungen eingestellt.

So konnten auf der 91 Kilometer langen Strecke von 14 Teilnehmern 12 den Ritt in der Wertung beenden. Gewonnen haben auf dieser Strecke gleich drei Teilnehmer, Hand in Hand ritten Karin Bartscher-Löffler mit Dakana, Claudia Bretthauer mit Altanas Samara und Silke Müller mit Kaskaya nach 6 Stunden und 11 Minuten ins Ziel. Am Folgetag wurde darüber hinaus Kaskaya von den Tierärzten mit dem Best Condition Preis für das Pferd mit der besten Kondition ausgezeichnet.

Eine ähnliche Quote konnte auch auf dem 68 Kilometerritt erreichen. Hier konnten 7 von 10 Reitern den Wettkampf in der Wertung beenden. Gewonnen hat Lutz Belzer mit dem englischen Vollblutwallach Malosha mit einer Reitzeit von 3 Stunden und 53 Minuten. 1 Stunde und 21 Minuten später erreichte eine weitere Dreiergruppe gemeinsam den zweiten Platz. Zu dieser Gruppe, die sich den zweiten Platz teilte, gehörten Anja Breit mit Hatschepsut, Michael Waldman mit Alya und Andrea Blum mit Aswan.

Die 45 Kilometerstrecke konnte Ursula Kamke mit Janczar in 17,1 km/h (Reitzeit: 2:37) für sich entscheiden. Auf Platz zwei erreichten Michael Sommer mit Warranio und Uwe Lindner mit Alsuras Feldstandarte nur eine Minute später das Ziel.
Die Fahrer, die auf diese Streckenlänge gestartet sind, konnten die mit Abstand beste „Quote“ mit 100% in der Wertung aufweisen. Auf Platz eins erreichte die amtierende Deutsche Fahrermeisterin Christina Böker mit Lady Boszorg nach 3 Stunden und 9 Minuten das Ziel. 7 Minuten länger benötigte der erfahrene Fahrer Oskar Piritz mit seiner Ghalia um das Ziel auf Platz zwei zu erreichen. Den dritten Platz sicherte sich Richard Johannsen mit seinem französischem Traber Quino de Joy.

Während die meisten Teilnehmer der kürzeren Strecke nach der Siegerehrung abreisten blieben die sogenannten Langstreckler noch eine Nacht um ihre Pferde am Sonntag nochmal vom Tierarzt kontrollieren zu lassen. So konnten die Teilnehmer noch einen geselligen Abend miteinander verbringen, bevor alle am Sonntag die Heimreise antraten.