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2-Täler-Distanz













Ein neuer Ritt auf der Alb, bei Veranstaltern, die ich als liebe, hilfsbereite Mitreiter kenne? Da muss ich hin!
So wie mir ist es etwas mehr als 30 anderen Reitern wohl auch ergangen, und so fand sich am 12.09.2010 auf der 2-Täler-Distanz von Sylke und Dieter Hoffmann ein kleines, aber feines Starterfeld.

Sylke und Dieter waren Erstveranstalter, aber schon weit vor dem Ritttag war klar, dass sie sich ganz besondere Mühe geben würden: Schon im Vorfeld konnte man sie Strecke im Internet bewundern (als sie dann trotz aller Widrigkeiten vollständig feststand und genehmigt war), Essen vorbestellen und das Höhenprofil des Rittes begutachten. Letzteres hat mich allerdings erschreckt! Ich hatte den Ritt mit meinem 7-jährigen Nachwuchspferd geplant und mein “Heimatgelände” im schwäbisch-fränkischen Wald ist ganz sicher nicht flach – aber das, was ich da sah, wirkte auf mich wie eine heftige Achterbahnfahrt …

Meine Sorgen habe ich am Rittvorabend dann wieder besänftigen können, was nicht nur an der netten Erklärung von Sylke lag, dass sie hier die Grafik für das web hätten anpassen müssen, sondern auch an dem guten Essen! Als Vegetarier bin ich ja daran gewöhnt, auf den Ritten nicht immer gut zu essen, aber in Stetten am kalten Markt gab es vegetarische Maultaschen! Die waren so gut, dass sich sicher auch ein paar Nicht-Vegetarier daran gelabt haben.

Aber wir waren ja nicht zum Essen angereist. Geritten wurde am Samstag Morgen. Wie bestellt – sagte ich bereits etwas über die gute Organisation? – gab es traumhaftes Wetter: Sonnig, nicht zu warm, nur wenig Wind. Zunächst starteten die 80 und 81 km Reiter, dann wir 61 km Reiter und zum Schluss die Reiter und Pferde, die die 30 km unter die Hufe nehmen wollten.
Die Strecke war für mein Empfinden relativ flach und zudem perfekt markiert. Nach einer kleinen Ortschaft ging es an einem malerischen Bach und an schroffen Felswänden vorbei. Der Boden war albtypisch hart, aber sehr gut zu reiten und so zogen die Kilometer quasi wie von selbst vorbei.
Für uns kam der erste Stop bei 13,5 Kilometern, die Pferde waren gerade warm und das Starterfeld noch dicht beieinander. Trotzdem verlief die Pause sehr entspannt, völlig ohne Hektik oder Gedränge. Im weiteren Streckenverlauf trennten sich die Reiter immer mehr, wobei sich sich die Strecke sehr locker und flüssig reiten ließ. An den angekündigten steileren Anstiegen ließen wir die Pferde kurz im Schritt verschnaufen und schon war die erste Runde geritten.

Auch am Start- und Pausenplatz gab es eine angenehm ruhige Pause, man hatte sogar Zeit, sich schonmal Kaffee und Pflaumenkuchen schmecken zu lassen!
Auf der zweiten Runde wurde es ein wenig wärmer, sodass sogar mein
Jungpferd einmal freiwillig an einem der zahlreichen und immer gut mit Wasser gefüllten Bottiche an den Kontrollpunkten anhielt … Der “Service” unterwegs war so prima, dass man die Strecke auch problemlos trosslos hätte reiten können.

In unserer nächsten Pause waren wir dann wieder direkt an der Spitzengruppe angelangt. Beim Rausreiten aus der Pause hatten wir keine Lust, im Schritt hinter den anderen zu bleiben, trabten an und – tatsächlich als Sieger ins Ziel!

Ich habe mich sehr gefreut, Narjm so schön über seinen ersten 60er gebracht zu haben – und für den ersten Platz gemeinsam mit unserer Mitreiterin Carola und ihrer “Paula” gabs dann auch extra viele Möhrchen …

Da auch alle anderen Reiter ihre Pferde besonnen und routiniert über die unterschiedlichen Streckenlängen gebracht hatten, gab es hier auf der Alb tatsächlich eine Ritt ohne Ausfälle! Die für alle sehr erfreuliche Siegerehrung wurde durch die nette Begleitung durch die Dame der Gemeinde und nicht zuletzt durch die zahlreichen Ehrenpreise natürlich erst recht zum Highlight! Einen herzlichen Dank an Roflex, Marstall und Derby.

Sylke und Dieter, das müsst ihr nächstes Jahr wieder machen – ich will auch so ein tolles Roflex-System! Im Ernst, wie kommen alle gerne wieder! Schon wegen der Maultaschen …

Silke Behling