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Kabardinerdistanz 2010















Fotos: www.gruselsberg.de

Erfahrungsbericht Kabardinerdistanz – von Carolin Wagner

Am Freitag, 20.08.2010, nachmittags, begaben wir uns zu fünft (zwei Pferde, eine Trosserin, und zwei Reiter) vollbepackt mit Allem-was-man-so-benötigen-könnte, auf die Reise in Richtung Gruselsberg, das diesmal mit keiner Silbe seinem Namen Ehre machte…

Die Pferde standen die gut 200 km brav im Hänger, um vermutlich für den Folgetag genügend Kraft zu sammeln.

Angekommen wurden wir liebenswert und gutgelaunt empfangen und sogleich in die für uns reservierte, geräumige und allen Erwartungen gerecht werdende Box eingewiesen.

Äusserst cool und ohne Hektik durften wir, ohne Wartezeit, sogleich dem stets für alle Fragen offenen und ewig freundlichen TA Walter Fehl unsere Pferde / Ponys vorstellen.

Ebenso stressfrei und direkt vor Ort war es uns möglich, Wasser für den darauffolgenden Tag – ohne Umhergerenne und weite Wege – zu bunkern und alle noch ausstehenden Rittvorkehrungen zu treffen.

Am Abend pünktlich zur ausgeschriebenen Zeit, wurde dann von einem sich wegen der “etwas klein-ausfallenden Ritt/Trosskarte” entschuldigenden Tobias, (der immer wieder betonte: “Ich schreib euch gern die Orte noch eigenhändig dazu und stehe JEDERZEIT JEDEM für JEDE Frage zur Verfügung” ) eine äusserst präzise Vorbesprechung abgehalten.

Gutgelaunt, (ich jedoch, wie immer saunervös …) und bestens (für einen kleinen Obolus) verpflegt, begaben wir uns in unser Domizil, keine 5 Minuten vom Veranstaltungsort entfernt.

Am Folgetag, nun der Ritt, der wirklich keine Wünsche offen ließ.

Angefangen von einem Gelände, das ich so noch nirgends gesehen hatte.
(Boah, gings da rauf und runter … ) besonders erwähnenswert: die berauschende Aussicht vom höchsten Punkt bis zu einem Ritt ansich, der selbst für mich “Deuti” 1 A markiert und deshalb nicht verreitbar war, über die netten Helferlein auf der Strecke, die problemlos zu durchlaufenden Vetchecks und schlussendlich auch die Ziel- und Nachuntersuchungs-Posten, die stets freundlich und hilfsbereit waren und permanent Jedem gerne Rede und Antwort standen.

Ach ja, ich vergaß : Wohl erstmalig bei der Kabardiner Distanz:
SONNENSCHEIN PUR !!!!!!

Am Spätnachmittag konnte die Siegerehrung ein wenig vorgezogen werden, was, denke ich, alle Beteiligten erfreute.
Diverse Ehrungen wurden vorgenommen, jeder Einzelne mit Preisen bestückt, auch hier ließen Tobi und Sonsoren sich nicht lumpen..

Alles in Allem möchte ich ein Herzliches Dankeschön an den Veranstalter Tobias Knoll und an alle Mitwirkenden, die mit viel Liebe zum Detail Alles gaben, und mit wirklich vollem Engagement dieses Event zu einem unvergeßlichen, bedeutenden Ereignis werden ließen, aussprechen.

In meinen Augen, und ich denke, ich spreche für viele Teilnehmer und Trosser / Trosserinnen, war dies eine gelungene Veranstaltung und selbst das kleine Mißgeschick mit der Mini-Karte ist, dank der hervorragenden Markierung, keines Kritikpunktes würdig.

Herzliche Grüße nach Zenting an das Kabardiner – Team, in der Hoffnung, dass es auch in 2011 eine Fortsetzung geben wird …

Carolin Wagner

Kabardinerdistanz 2010

Zur jährlichen Kabardiner-Distanzritt lud der RV Sonnenwald Ende August aufs Kabardinergestüt Gruselsberg bei Freyung. Bis aus Brandenburg waren Teilnehmer mit Kabardinern in den Bayerischen Wald gereist, schließlich kommt bergiges Gelände den Gebirgspferden aus dem Kaukasus entgegen. Schöne Sandwege erlaubten zügiges Reiten, steile Waldwege zwischendrin verlangten Reiten mit Köpfchen und ein trittsicheres Pferd, egal ob Kabardiner oder andere Pferderasse. Glücklicherweise spielte dieses Jahr mal das Wetter mit und der Sonnenwald machte seinem Namen alle Ehre.

Den langen Distanzritt über 90 km gewann die amtierende bayerische Meisterin Verena Glück mit Masir in 7:29 h (12,03 km/h). Ihren Heimvorteil nutzte Lena Leuze aus Zenting mit dem Kabardiner Flirt und erreichte in 7:43 h (11,66 km/h) Platz 2. Fast ein Heimspiel hatte auch Michaela Barz aus Neureichenau. Sie ritt auf Nikaia nach 8:03 h (11,18 km/h) als Dritte ins Ziel, Hand in Hand mit Heike Ganster (Waischenfeld) auf Mazud.

Über 72 km siegte Ursula Klingbeil (Buch) in 5:22 h (13,42 km/h) mit Taron El Samawi. Für das EM-erfahrene Paar war das nur Training, denn im September starten sie im französischen Florac, wo auf der bergigsten Distanzstrecke Europas die Distanz-EM 2011 stattfinden wird. Zweite wurde die in Bayern lebende Georgierin Anna Gugunava mit Kabardinerstute Adygeja in 5:46 h (12,49 km/h) knapp vor Heidi Hofmann mit Pandiama in 5:49 h.

Schnellste auf 45 km war Tamara Girsig mit Sunshine in 3:50 h (11,74 km/h) vor Ute Berr mit Black Sheik xx und Florentine Stadler mit Moonlight in 3:55 h (11,49 km/h). Dieser Ritt war zudem das Finale des Bayerwald-Einsteiger-Cups. Mit der fünftschnellsten Zeit und guten Pulswerten konnten Lisa Resch-Drexler aus Perlesreuth und ihre Araberstute GI Tifla noch einmal punkten und entschieden den erstmalig ausgeschriebenen Cup für sich. Die zweithöchste Punktzahl hatte Ingrid Rey aus Traunstein mit der Shagyastute Ballerina.

Beim Einsteigerritt über 28 km gingen es die Reiter langsamer an, niemand schaffte die erforderlichen 10 km/h für Leistungsklasse 1. In LK 2 ritten Julia Wetzler, Anabel Wetzler, Manuela Moser, Susanne Fuß, Antonie Wöckel, Sina Lohmann und Benjamin Philipp. Besonders ausgezeichnet wurde das älteste Pferd, nämlich Susanne Fuß‘ 20-jähriger Traber Aragon, der hier seinen ersten Distanzritt lief. Einen weiteren Ehrenpreis erhielt als jüngste Teilnehmerin die 13-jährige Sarah Wimmer, die mit dem 1,23 kleinen Welshpony Macho die Strecke souverän meisterte.

Hedwig Körfgen