Bobenwald, die Erste
 Fotos: Julia Brüssow
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Wer Steffi Kühn kennt, wusste schon im Vorfeld, dass auf der 1. Bobenwald-Distanz in Ebstorf bei Uelzen, niemand verhungern wird! Als perfekte Gastgeberin hat sie auf der Paddockwiese vor ihrem Offenstall mit viel Unterstützung aus der Region und von den Distanzreitern einen wunderschönen Service-Ritt hingezaubert!
Ein buntes, rundes Zirkuszelt als Treffpunkt, eine Paddockwiese mit gemähten Fahrspuren, Wasser und Dixie in „Hinfall-Entfernung“. Schönes Willkommen: eingezeichnete Streckenkarten in Farbe, nettes Grillteam und leckere Cocktails, im Pferdehänger gemixt (wie auch immer man da Eis bevorraten kann).
Ja, ein wenig mit Karte und Kompass umgehen musste man schon können (oder üben), um jeden Weg korrekt zu finden und von der richtigen Richtung aus alle Kontrollposten anzureiten. Ein nachträglich benannter KP führte dann zu etwas Unmut. Denn der war schlichtweg schlecht erreichbar, für Reiter und Posten. An dieser Stelle zeigte sich aber eine Grunddebatte von Kartenritten. Da es immer mal im Tenor heißt: „Ach, die schummeln doch alle und kürzen ab!“, gibt es – zumindest auf vielen norddeutschen Ritten – das Bestreben, in Zusammenarbeit mit Veranstaltern und Regionalbeauftragten, diese Lücken über ausreichend KPs zu schließen. Zur Fairness aller, und um die Mehrtagesritte in dem Leistungsspektrum zu halten, das sie sind.
Das zeigte sich dann auch im Endergebnis, bei dem nur zehn von über 30 Pferd-Reiter-Paaren die ganze Strecke geschafft haben. Die Kombi aus Karte lesen und unterschiedlichen, nicht immer schnurgeraden Böden, machte den Ritt anspruchsvoller als vermutet. Was aber völlig legitim ist.
Schön an Steffis Ritt war die Stimmung, das gigantische Essen, die kurzen Wege, die günstige Duschmöglichkeit nebenan auf dem Campingplatz, die üppige Siegerehrung und die vielen Helfer sowie das Miteinander derer, die mangels Reiten zu Helfern wurden und einen netten zweiten Tag verbracht haben!
Mirja Rößner