Einhorn in Rickling
Es ist der 04. Juli 2010, nach zwei quälend heißen Tagen mit über 30° sind meine Rittbegleitung und ich um 6:30 Uhr nicht die Ersten in Rickling auf der Reitsportanlage. Tatsächlich sitzen die ersten Starter schon im Sattel oder sind zur Voruntersuchung. 2 Tierärztinnen werden uns durch den Tag begleiten, denn es waren über 50 Nennungen, auch wenn nicht alle gestartet sind. Kaum haben wir unsere Paddocks auf der dafür reichlich Platz bietenden Koppel aufgebaut und haben die Voruntersuchung geschafft steigt auch die Anzahl der Reiter die starten wollen um die Kühle des Morgens zu nutzen. Wieder hat Véro alle Strecken möglich gemacht und so finden wir wieder Starter auf 20, 30, 41a, 41b, 61 und eine einsame Reiterin auf 80 km. Dank der sehr kurzen Wege zwischen Paddockplätzen, Tierärzten und Start, kann man alles ohne große Wege und Stress für den Start vorbereiten.
Die Strecken verlaufen wieder über meist herrliche Waldwege die wirklich zum Traben und Galoppieren einladen, Schritt reiten muss keiner, außer er möchte, denn Asphalt trifft man nur am Anfang der Strecke für ein kurzes Stück. Unsere Karte holen wir nur einmal raus um zu schauen wo der Kontrollpunkt und das Wasser zu finden ist, denn dank der gut sichtbaren und verständlichen Markierung kann man einfach drauf los reiten. Wir sind auf den 41 km unterwegs und können die erste Runde im kühlen Schatten des Waldes bestreiten. 2 Mal Wasser finden wir auf der Strecke, einmal ein kleiner See an der Strecke an den man gut mit den Pferden rankommt und einmal ein großer Bottich am Kontrollpunkt, also ist auch Reiten ohne Trosser möglich. Am Kontrollpunkt werden wir beide Male zügig und mit einem Lächeln mit unseren Pulswerten in der Checkkarte versorgt und können weiter. Auf der zweiten Runde ist es mit gut 27° deutlich wärmer aber es lässt sich durch den Wald gut aushalten. Alle Reiter die uns auf unseren Runden begegnet sind, waren gut gelaunt und freundlich. Es ist schon faszinierend wenn von hinten ein Shetty angesaust kommt!
Dank der 2 Tierärztinnen sind wir nach dem Ritt zügig zurück an unseren Paddocks. Den Pferden können wir mit dem Wasserschlauch eine kühle Dusche verpassen und der größte Durst lässt sich an kühlem Wasser in einer Wanne gleich zwischen Start/Ziel und der Paddockfläche löschen, was einem viel Wasserschleppen erspart. Auch die Reiter können sich ihres Schweißes entledigen, denn sogar für sie gibt es Duschen bei den Sanitäranlagen an der direkt am Start anliegenden Reithalle, die bei schlechtem Wetter den tierärztlichen Untersuchungen dient.
Trotz Wärme lässt sich Véros Flexibilität und gute Laune nicht bremsen, noch vor der eigentlichen Zeit hört man sie „Siegerehrung und 2 Überraschungen“ über den Platz rufen.
Alle versammeln sich auf einem Stück Schatten, die erste Überraschung lässt nicht auf sich warten, es werden Zahnstocher verteilt um damit lecker Ananas und Pfirsich auf pieken zu können, die in einer großen Schüssel die Runde machen. Die zweite Überraschung ist ein kleines „Konzert“, bei dem sich doch Einige zum leise mitsingen oder mit klatschen begeistern ließen. Danke Josef!
Bevor die eigentliche Siegerehrung für die kürzeren Strecken losgeht kommt auch die einsame 80 km Reiterin unter Beifall ins Ziel. Dann werden die Plätze vergeben und Preise verteilt. Unter den Preisen sind bunt bemalte Teller für Jeden und auch selbst gemachte Marmelade.
Alles im Allem finde ich es jedes Mal wieder eine gelungene Veranstaltung in der man stressfrei seine Runden reiten kann. Ich komme gerne wieder
Sandra Berghofer