Maaswald-Tour 2010
Der lang ersehnte Tag war gekommen. Man packte, man reiste und man kam unbeschadet an. (Hier noch mal ganz kurz in eigenem Interesse ein dickes Dankeschön an Nadine, die mich und Xarina miteingepackt und wieder sanft zuhause abgesetzt hat).
Wir kamen schon Freitag an und suchten uns ein schönes Plätzchen, allerdings war dies gar nicht so einfach! Es herrschte, dank Susannes vorherigen sooooo gut angekommen Ritten, eine „leichte“ Überfüllung auf dem Paddockplatz, der aber besänftigend grün und dicht bewachsen war und wo auch jede Menge Heu schon bereit lag! Erstmal ging es ans auspacken und anmelden. Die Meldestelle war schnell gefunden, da sie sich wieder in der schönen großen Jurte befand. Diesen Abend war alles schon schnell in seinen Bettchen verschwunden. Eigentlich schade, aber man sollte noch eines besseren belehrt werden. Samstag erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück, dass man, so wie ich es vernommen hatte, für 6 € bis 12 Uhr so oft angehen konnte wie man wollte, also Kaffee satt! An dieser Stelle wirklich mal wieder ein Lob an die fleißigen Helferlein von Susanne an der „Futterstelle“. Angeboten wurden folgende Streckenlängen:
Eintagesritt: EFR 34 km, 45 km, 71 km
Und drei 2-Tagesdistanzen: 45 + 41 km, 71 + 41 km und 105 + 41 km. An diese letzte wagten sich bescheidene 5 Reiterlein, diesen gebührt allerdings auch mein Respekt, denn schließlich habe ich meinen aller ersten Ritt gemacht und die 34 km hinter mich bringen wollen.
Schließlich als diese heile angekommen waren, ohne großartige Verreiter (ja, ja der Rhododendron) wurde es gemütlich. Man aß günstig und reichhaltig, (Ich hätte übrigens gerne das Rezept von den leckeren Spargel-Nudeln! Man waren die lecker!!), schwatze feucht-fröhlich bis sich schließlich die Sonne schon ein paar Stündchen verabschiedet hatte (Ja, die Sonne! Nix Matschwald!) und ich musste mein von Lachen gefoltertes Bäuchlein pflegen, als wir schließlich ins Zelt krabbelten. Am Sonntag sollte es losgehen für u.A. die Reiter des EFR über 34 km. Wieder mal hatten wir sehr feierfreundliche Startzeiten, um 09:00 Uhr fiel unser Startschuss. Ich machte mich mit Uwe und seiner alten Masirah und Anette mit Maschi auf den Weg. Schon als es in den Wald reinging, war ich begeistert. Das was Susanne uns streckentechnisch hier bot, war mal ganz anders als zu Hause! Viele weiche Sandböden, die Dank des super Wetters auch nicht matschig waren. Zwischendrin ein paar kleinere Asphaltphasen, auf die wir aber auch dringlichst bei der Vorbesprechung hingewiesen worden waren. Viel Wald und schöne breite, feste Sandstrecken, die eigentlich zu einem Galöppchen einluden, allerdings gingen wir es sehr langsam an. In der Pause erwartete man uns schon sehnsüchtig, denn wir waren schließlich die letzten. Alles wurde jedoch mit sehr viel Geduld und Verständnis durchgeführt. Da der liebe Uwe sich leider zeittechnisch ein „wenig“ verrechnet hatte wurde die zweite Hälfte um einiges schneller, so dass wir drei hoch-rot-leuchtend ins Ziel kamen. Dank Susannes Markierungen haben wir uns selbst mit Anette und Uwe nicht verritten! (Na ja, einmal kurz, aber wir fanden schnell wieder zurück).
Ich habe mir bewusst die Maaswald-Tour als Distanzstart ausgesucht, weil man hier sehr auf die Anfänger eingeht und ich wurde nicht enttäuscht.
Selbst die Siegerehrung anschließend wurde draussen an der Jurte bei den letzten wärmenden Sonnenstrahlen durchgeführt. Alles in allem ein gelungener Ritt!
Fotos und Text: Farina Butterweck