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Die Hölle von Eisborn 2010

Wiebke Angelbeck, Rio












Fotos: Jessica Müller

Am 23. Mai war es wieder soweit – die Pfingstdistanz 2010 in Eisborn war gestartet und 91 Reiter und Fahrer gingen auf Ritten von 30-101km auf die Strecke.
Für die 101km Reiter startete der Ritt früh Morgens bei kühlem und nebligen Wetter auf die schweren Eisborner Strecken. Die ersten 5km blieben alle 6 Starter zusammen und starteten locker auf die erste Runde. Dann jedoch zogen die ersten vier schnell Ihr Tempo an und es wurde sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Eisborn zeigte schon auf der ersten Runde seine Tücken, steile An- und Abstiege, extrem harter Boden der von vielen Unebenheiten übersäht war, zäher Matsch und glatter Asphalt bei dem viele Pferde rutschten war auch keine Seltenheit, aber wie immer gab es auch wunderschöne Wiesen- und Waldwege die zu flottem Reiten einluden. Die 101km Reiter gaben ein flottes aber vernünftiges Tempo vor so kamen Alex Lange, Claudia Bretthauer und Lena Weiershäuser als erste in die Pause und konnten Ihre Pferde sofort vorstellen, kurz danach folgten Jana Schafferus und schon mit einem größeren Abstand Yasmin Laufenberg und Marina Jochheim. Unterdessen waren die meisten kürzeren Strecken gestartet und nur die 30km Reiter und Fahrer warteten noch auf Ihren Start während die Temperaturen deutlich gestiegen waren und die Sonnencremes ausgepackt wurden. Die 101km Reiter gingen nun wieder die Startrunde von 30km in der gewohnten Konstellation von der Pause, die Führungsgruppe konnte sich trotz des Wetterumschwungs weiter absetzen und steigerte das ohnehin schon flotte Tempo auf einer perfekt markierten Strecke und wurde so oft wie möglich von Bernhard Donsiepen Senior begleitet, der die Markierung immer wieder kontrollierte. Leider mussten die Trosser wegen einer Baustelle sehr weit fahren um an drei Trosspunkte zu gelangen was sehr knapp wurde und die meisten Trosser erwischten Ihre Reiter nur knapp. Das jedoch war das einzige Problem auf der 30km langen Runde, auf der nächsten 20km langen Runde war perfektes Trossen mit kurzen Wegen möglich. Auch nach der zweiten Pause waren noch alle Reiter im Rennen und es ging auf die nächste Runde die direkt mit einem langen, steilen Abstieg begann der durch die Regenfälle der letzten Tage leicht aufgeweicht war und alle Starter schwer rutschen ließ. Generell war diese die schwerste Runde und bürgte für viele Tücken. Leider gab es hier auch einige Stürze die meist glimpflich ausgingen. Jedoch stürzte eine Reiterin so schwer das Pferd und Reiter in die Klinik mussten, dem Pferd war neben einigen Abschürfungen nichts passiert, die Reiterin hatte leider nicht so viel Glück. Sie brach sich neben dem Arm auch noch Teile des Knies. Auf diesem Weg nochmal gute Besserung von bestimmt allen Startern!
Leider gab es während des Abtransportes des Pferdes eine unschöne Reaktion eines Trossers der die Fahrer und die Reiterin aufs übelste Beschimpfte und angriff. So etwas gehört sich nicht und für jeden sollte das Wohl eines Verunglückten an erster Stelle stehen! Zumal der Anhänger in keinster Weise andere Reiter und Fahrer behinderte…
Nach insgesamt 81km gab Jana Schafferus auf, alle anderen 5 kamen gut durch die Pause und gingen auf die letzte Runde und nach insgesamt 7 Stunden und 10 Minuten kamen Lena Weiershäuser, Alex Lange und Claudia Bretthauer als erste ins Ziel, mehr als 2,5 Stunden später kamen Yasmin Laufenberg und Marina Jochheim als vierte an. Alle Pferde bestanden die Nachuntersuchung problemlos.
Insgesamt gab es wenige Ausfälle für diesen sehr schweren Ritt bei heißen Temperaturen und Bernhard Dornsiepen Senior konnte zusammen mit der Organisatorin Heike Gerdiken abends die Siegerehrung vornehmen. Alle Teilnehmer bekamen schöne Preise am Ende eines tollen Tages und eines tollen Distanzrittes!

Lena Weiershäuser