Güldenhof-Distanz
 Fotos: Sebastian Ostroga |
Vom 04. – 06.06.2010 fand bereits zum 13. Mal die Güldenhof-Distanz von Hannes Dörr statt. Reiter und Pferde schlugen ihr Quartier wieder auf der Wiese am Schützenheim auf, wo die Teilnehmer sich auch mit Speisen und Getränken versorgen konnten. Für Liebhaber der Weiden-Paddocks bot Hannes eine weitere Wiese an, auf der sich ausgebreitet werden konnte. Wie bereits im Vorjahr konnte dank einer netten Anwohnerin, eine Dusche benutzt werden, die durch die warmen Temperaturen großen Anklang fand.
Hannes bot Streckenlängen vom EFR über 29km, KDR, MDR und einen MTR über 84/48 bis hin zu einem LDR über 111km an. Insgesamt konnte Hannes über 70 Nennungen verzeichnen, wobei der Einführungsritt diesmal am beliebtesten war. Je nach gewählter Streckenlänge durften 4 verschiedene Runden von 19 – 34 km unter die Hufe genommen werden. Die Strecken führten die Reiter und Fahrer durch die Göhrde und den Drawehn – zum Reiten ein wunderschönes und anspruchsvolles Gelände.
Wie gehabt, fanden die Voruntersuchungen an/hinter der Brennerei sowie die Vorbesprechung vor dem Schützenhaus statt. Für das nächste Jahr wünsche ich mir eine längere Vortrabstrecke, damit sich die Pferde noch besser als auf dem kleinen Stück hinter der Brennerei präsentieren können.
Am Samstagmorgen gingen die Reiter und Fahrer nach einer 10° Grad kalten Nacht (LDR, MDR, 1. Tag MTR) bei sehr sonnigem Wetter auf die Strecke. Der Wetterbericht ließ Sonne pur erwarten. Für Trosser gab es viele Möglichkeiten, ihre Reiter auf der Strecke zu versorgen. Der heftige Wetterumschwung auf hochsommerliche Temperaturen führte bei einigen zu Problemen und erforderte gut durchdachtes Reiten. An den Pulskontrollen gab es dank der Helfer kaum Wartezeiten und überall war Wasser vorhanden. Die Pause war den gesamten Ritt über zentral an der Brennerei, so dass trossloses Reiten ohne Probleme möglich war.
Mabrouk und ich, Karin und Hadschi und Annika und Masi nahmen den LDR als einzige Starter unter die Hufe. Neben dem Hundertmeiler-erprobten Paar Karin und Hadschi, war es für Annika und mich, sowie unsere beiden Jungs, die bisher längste Strecke, die bewältigt werden wollte.
Für die meisten Reiter führte zunächst eine 34km-Runde durch die Göhrde, ein großes Waldgebiet mit teilweise hügeligem Geläuf. Besonders zu erwähnen ist die sogenannte Buckelpiste, die wir ganz gemütlich, teils Pferde führend, durchritten. Danach waren, abhängig von der Streckenlänge, noch eine 29km, 26km oder 19km Runde zu bewältigen. Auf der Göhrde-Runde konnte das ein oder andere Wild gesichtet werden. Zeitweise galoppierten 3 riesige Damwild-Hirsche parallel zur Rittstrecke und begleiteten Karin, Annika und mich. Vom Start an entschieden sich die beiden Schimmel Mabrouk und Hadschi und der Quotenbraune (wie wir Masi liebevoll tauften), dass es eine tolle Sache wäre, gemeinsam den warmen Temparaturen zu trotzen. Gesagt, getan. Die 3 Duracel-Hasen liefen und liefen und liefen. Mabrouk war während des Rittes derjenige, der die Gruppe zusammenhielt, in Überholsituationen der Ruhepol war und den Animateur für notwenige Dinge, wie Saufen, Pieseln und Fressen spielte. Um 19:16 Uhr erreichten das Schimmel-Duo und der Quotenbraune Hand in Hand galoppierend das Ziel. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine Mitreiter und unsere Trosser. Es war toll mit euch und solch ein harmonisches Trio findet man nicht oft.
Das Geläuf bestand überwiegend aus festen Waldböden und Wiesenwegen; die asphaltierten Abschnitte wiesen fast durchgehend einen gemähten Randstreifen auf. Leider haben die Landwirte rund um Gülden einen Sonderposten Kartoffelsteine aufgekauft und diesen in den letzten Jahren großzügig in den Wäldern verteilt. Hannes hat bereits versprochen, die Strecken zu überarbeiten und eine weitere, wunderschöne Runde in der Göhrde anzubieten.
Am Sonntag starteten dann die Reiter und Fahrer auf die Strecken des KDR, EFR und den zweiten Tag des MTR. Das Wetter war früh morgens schon recht warm, aber leicht bedeckt, so dass bei etwas milderen Temperaturen als am Vortage geritten werden konnte. Die Strecke war sehr gut markiert, so dass man auch ohne Karte hätte reiten können.
Die Siegerehrungen am Samstag und Sonntag fanden in gemütlicher Runde vor dem Schützenheim statt. Den Teilnehmern wurden neben Checkkarten und Ergebnislisten Plaketten, Schleifen und schöne Ehrenpreise überreicht.
Alles in allem ist die Güldenhof-Distanz ein wirklich netter und gut organisierter Distanzritt mit viel Herzlichkeit. Vielen Dank an Conny und Hannes, alle Tierärzte und Helfer – wir freuen uns – dank der versprochenen Streckenüberarbeitung – auf das nächste Mal!
Steffi Kühn und Pa Mabrouk