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FEI-Ritt in Gartow 20.04.2010


Foto: Miriam Lewin

Erfolgreiches Debüt auf internationalem Parkett

Im großartigen Ambiente des Reitzentrums Gartow (Niedersachsen) fand am 17./18. April die zweite internationale Endurance-Veranstaltung der Saison in Deutschland statt. Reiter aus zehn Nationen starteten in CEI-Ritten über 160, 120 und 90 Kilometer. National ausgeschrieben waren Streckenlängen über 120, 90, 65 und 35 Kilometer, die beiden letzteren auch als Distanzfahrt.

Maria Hagmann-Eriksson aus Schweden, die am 10. März mit Nadir bereits den CEI2*-Ritt über 122 Kilometer in der Südheide gewonnen hatte, setzte sich mit dem Partbred-Araber Power im CEI3*-Ritt über 160 Kilometer großartig in Szene. In einer Durchschnittgeschwindigkeit von 18,3 km und einer reinen Reitzeit von 08:45:32 h siegte sie überlegen vor Carmen Römer aus den Niederlanden mit Luna R und der einzigen deutschen Teilnehmerin Angelika Bruckner mit Abou Aichan, die knapp eine Stunde später um den zweiten Platz finishten (09:39:18 in 16,6 km/h). Die junge schwedische Siegerin und ihr achtjähriger Wallach sind nunmehr dem erklärten Saisonziel – den Weltreiterspielen in Kentucky – einen guten Schritt näher gekommen. Die gute Verfassung des Pferdes wurde am Folgetag zudem mit dem Konditionspreis gewürdigt.

Den CEI2*-Ritt über 120 Kilometer konnte Melanie Arnold mit der zehnjährigen Vollblutaraberstute Sheika Bint Keoma in einer reinen Reitzeit von 06:24:07 h in durchschnittlich 18,7 km/h für sich entscheiden. Deutlich später, nach rund 07:13 h reiner Reitzeit, lieferten sich Christina Gerloff mit Ma Dona, Bernhard Theine mit Aptero Nike und Kerstin Mayer mit Zlodky einen Endkampf um Rang zwei und wurden in dieser Reihenfolge platziert. Der begehrte Best Condition Award ging in dieser Prüfung ebenfalls an die Siegerin.

In der internationalen Jugendwertung (CEIYJR2*) setzte sich die Niederländerin Yara de Boer mit der neunjährigen Vollblutaraberstute Sumaya G in einer Reitzeit von 07:08:38 h ((16,8 km/h) gegen die beiden Belgierinnen Louana Schuiten mit Lazuli und Isabeau Anciaux mit Nd’s Priobelle durch, die nach rund 07:27 h reiner Reitzeit um Platz zwei finishten. An Sumaya G ging auch der Konditionspreis. Die beiden nationalen Starter blieben leider nicht in der Wertung.

Im CEI* über 90 Kilometer siegte Daniela Kübbeler mit dem zehnjährigen Vollblutaraber Buddy D in einer reinen Reitzeit von 05:01:13 h (17,9 km/h) vor Barbara Zeußel mit Titan (05:05:45 h) und Annette Schwartze mit Al Julimah (05:25:19 h). Als einzige Jugendliche war Jasmin Müller mit dem Arabo-Haflinger Peppys Palisha im CEIYJR1* gestartet und konnte den Ritt in 07:49:19 h (11,7 km/h) als Sieg verbuchen. Die Best Condition Awards wurden an Titan und Peppys Palisha vergeben.

Deutlich schneller war hingegen die Siegerin des CEN, Rebecca Kleindienst, über 90 km unterwegs. Sie siegte mit dem Vollblutaraberhengst Adl Taher in 05:49:00 h (15,5 km/h) vor Rebecca Krempl mit Priam (05:53:58 h) und Jasmin Oeding-Rose mit Zamil (06:02:40 h). Den Kondtionspreis in dieser Prüfung erhielt Priam.

Am zweiten Veranstaltungstag wurden die Wettbewerbe über die mittleren und Einführungsstrecken ausgetragen. Den 65-Kilometer-Ritt konnte Gabriela Rössig mit Lou Chevez im Endkampf gegen Antje Frischmuth mit Wakirou (04:17:00 h / 15,2 km/h) für sich entscheiden. Auf Platz drei ritt Mirja Rößner mit Peggy. In der 65-Kilometer-Fahrt verwies der amtierende deutsche Meister der Distanzfahrer Edgar Stierholz mit Picaro in 04:41:00 h (13,9 km/h) seine beiden Gegner Frank Nahrendorf mit Miracle Fo und Streetfighter auf die Plätze zwei und drei.

In der Einführungsveranstaltung konnten sich sowohl alle elf Reiter als auch alle vier Fahrer für eine Wertung in den Leistungsklassen 1 oder 2 qualifizieren.

Obwohl der Event erstmalig international ausgeschrieben war, ließ die Organisation keine Wünsche offen. Dank der Firma RoFlexs waren Paddocks und Vetgate-Absperrungen gesponsert, die Strecke war übersichtlich markiert, die Veranstalter hatten keine Mühe gescheut Pferde und Reiter gastlich willkommen zu heißen. Die angenehme Atmosphäre der Veranstaltung hat auch im Ausland ein positives Feedback gefunden und sollte in Zukunft wieder zahlreiche Starter anlocken.

Foto © Miriam Lewin: Maria Hagmann-Eriksson auf Power